Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Misstrauensvotum in Südafrika
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Misstrauensvotum in Südafrika
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:02 08.08.2017
Im Zwielicht: Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma. Quelle: Aaron Ufumeli
Anzeige
Kapstadt

In Südafrika entscheidet das Parlament in Kapstadt über die politische Zukunft von Präsident Jacob Zuma. Dem 75-Jährigen werden unter anderem Korruption und Machtmissbrauch vorgehalten.

Der Ausgang der Abstimmung über einen Misstrauensantrag der Opposition gilt als ungewiss. Das Votum der 400 Abgeordneten im streng abgesicherten Parlament gilt als möglicher Wendepunkt in der jungen Kap-Demokratie.

Parlamentspräsidentin Baleka Mbete ließ am Montag eine geheime Abstimmung zu. Damit könnten sich auch Zuma-Kritiker aus den Reihen der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) dem Fraktionszwang unerkannt entziehen und gegen den 75-Jährigen stimmen.

Vorausgegangen waren wochenlange Demonstrationen im ganzen Land. Auch am Vorabend der Abstimmung waren am Montag mehrere tausend Menschen vor das Parlamentsgebäude gezogen und hatten eine Ablösung Zumas gefordert.

Auf Plakaten hieß es etwa „Schande über Dich, Zuma“ (Shame on you, Zuma) oder „Zuma muss gehen“ („Zuma must fall“). Unter den Teilnehmern waren auch Kirchenvertreter sowie Aktivisten von Menschenrechtsgruppen und Gewerkschaftsfunktionäre. Mehrere Redner sprachen von einem bedeutenden Augenblick in der Geschichte der Kap-Demokratie.

Am Dienstag sind Protestkundgebungen sowohl von Zuma-Gegnern wie von seinen Befürwortern geplant. Aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen haben die Behörden ein Großaufgebot von Sicherheitskräften nach Kapstadt entsandt, das die beiden Lager auseinander halten soll.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ministerpräsident Stephan Weil erwartet in Niedersachsen scharfe Auseinandersetzungen vor der Landtagswahl Mitte Oktober.

08.08.2017

US-Präsident Donald Trump wirft kritischen Medien gerne die Verbreitung angeblicher „Fake News“ vor - doch umgekehrt zweifeln die meisten Amerikaner am Wahrheitsgehalt seiner eigenen Verlautbarungen.

08.08.2017

Knapp sieben Monate nach seiner Vereidigung ist die Beliebtheit von US-Präsident Donald Trump weiter gesunken. Eine CNN-Umfrage zeigt zudem, dass Trump ein Glaubwürdigkeitsproblem hat – und das gilt selbst unter Republikanern.

08.08.2017
Anzeige