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Politik im Rest der Welt Mutmaßlich in Berlin entführter Vietnamese steht vor Gericht
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04:29 08.01.2018
Trinh Xuan Thanh wird vorgeworfen, sich als Chef eines staatlichen Baukonzerns persönlich bereichert zu haben. Quelle: Privat/dpa/Archiv
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Hanoi

In Vietnams Hauptstadt Hanoi beginnt heute der Korruptionsprozess gegen einen mutmaßlich aus Deutschland nach Vietnam entführten Geschäftsmann.

Dem ehemaligen kommunistischen Funktionär Trinh Xuan Thanh wird vorgeworfen, sich als Chef eines staatlichen Baukonzerns persönlich bereichert zu haben. Bei einer Verurteilung droht dem 52-Jährigen die Todesstrafe.

Der Fall hatte Schlagzeilen gemacht, weil Thanh im vergangenen Sommer unter rätselhaften Umständen aus Berlin verschwand, wo er sich um Asyl bemüht hatte. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass er vom vietnamesischen Geheimdienst entführt wurde. Vietnam behauptet, dass er freiwillig zurückgekehrt sei. Das südostasiatische Land ist eine der wenigen verbliebenen kommunistischen Ein-Parteien-Staaten.

Thanh steht zusammen mit 21 anderen Angeklagten vor Gericht. Ihm droht noch ein weiteres Verfahren. Die vietnamesischen Behörden haben ausländischen Medien die Zulassung zu dem Prozess verweigert. Vietnam gehört zu den wenigen Ländern auf der Welt, in denen auch auf Korruption die Todesstrafe steht. Seit Juni 2011 wurden dort mehr als 430 Menschen hingerichtet.

dpa

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