Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Nato berät schwierige Lage in Afghanistan
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Nato berät schwierige Lage in Afghanistan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:52 09.11.2017
US-Soldaten machen sich in Kundus zum Abflug in einem Hubschrauber vom Typ UH-60 Blackhawk bereit. Quelle: Brian Harris/planet Pix/zuma
Anzeige
Brüssel

Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten wollen heute über die geplante Verstärkung ihres Afghanistan-Einsatzes beraten.

Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg wird die Zahl der Soldaten zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte im kommenden Jahr auf rund 16.000 steigen. Dies entspricht einem Plus von mehr als 3000 zusätzlichen Kräften.

Hintergrund der geplanten Truppenaufstockung ist das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban und die Expansion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in das Land. Erst am Dienstag hatten IS-Kämpfer in Kabul einen großen Fernsehsender angegriffen und einen Wachmann getötet.

Ob Deutschland im kommenden Jahr auch mehr Soldaten nach Afghanistan schicken wird, ist angesichts der noch nicht abgeschlossenen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl unklar. Das Verteidigungsministerium bestätigte jüngst aber Überlegungen, die Ausbildungstruppe der Bundeswehr in Afghanistan wieder zu verstärken. Die sogenannte Mandatsobergrenze ermöglicht derzeit eine Entsendung von bis zu 980 Soldaten - zur Zeit sind nur in Mali mehr deutsche Soldaten stationiert.

Eine Liste der Länder, die sich an der Truppenaufstockung beteiligen werden, hat die Nato bislang nicht veröffentlicht. Nach Angaben aus Bündniskreisen werden die USA allerdings zumindest vorerst mit etwa 2500 bis 2800 Soldaten einen Großteil der Verstärkung stellen. Andere am Einsatz beteiligte Länder haben demnach insgesamt lediglich 700 bis 800 zusätzliche Soldaten zugesagt.

Am Mittwoch hatten die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten unter anderem über Änderungen an der Nato-Kommandostruktur und den Nordkorea-Konflikt gesprochen. Mit den Beratungen über Afghanistan endet das Nato-Treffen. Direkt im Anschluss wird es allerdings noch ein Treffen der internationalen Koalition gegen den IS geben. An ihr sind neben den 29 Nato-Staaten noch Dutzende andere Länder beteiligt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Chefs der Jamaika-Parteien haben den Unterhändlern ein konkretes Aufgabenbuch geschrieben. Das siebenseitige Papier ermöglicht einen detaillierten Blick in die Verhandlungen in Berlin.

09.11.2017

Chinas Präsident und Trump geben sich sicher: Zusammenarbeit bringt beide Länder voran. Der US-Präsident geht sogar noch einen Schritt weiter – gemeinsam könnten die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik die Probleme der Welt lösen, sagt er.

09.11.2017

Die Elektroindustrie hat mehr Tempo bei der Energiewende gefordert und setzt große Erwartungen in eine mögliche Jamaika-Koalition.

09.11.2017
Anzeige