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Politik im Rest der Welt Özil-Rücktritt: Bildungsministerin Karliczek fordert Wertedebatte
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18:16 28.07.2018
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung Quelle: imago
Berlin

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat angesichts der Diskussion um Rassismus und Integration in Deutschland nach dem Rückzug Mesut Özils aus der Nationalmannschaft eine Wertedebatte gefordert. „Wir müssen dringend eine ruhige und gründliche Diskussion darüber führen, wie wir miteinander leben wollen und was einem toleranten Umgang im Weg steht“, sagte die CDU-Politikerin dem „Tagesspiegel“.

Dabei richtete sich Karliczek an die eigene Partei. Auch die CDU habe lange unterschätzt, wie wichtig es sei, „über Werte, Regeln und Strukturen von Integration zu sprechen, damit die hier Lebenden und die zu uns Kommenden gut miteinander auskommen und eine Gemeinschaft werden können.“

Die Linke-Vorsitzende Katja Kipping klagte, es gebe in Deutschland eine zunehmende Unmenschlichkeit. Zwar sei nicht das ganze Land rassistisch, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Doch habe es in den vergangenen Jahren „eine Rechtsverschiebung“ gegeben. Was als sagbar und machbar gelte, sei „immer mehr ins Unmenschliche verschoben worden“. So werde diskutiert, „ob man Flüchtlinge im Mittelmeer retten oder einfach ersaufen lassen soll“, sagte Kipping.

Von RND/dpa

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