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Politik im Rest der Welt Oxfam: Reiche Staaten nehmen zu wenig Flüchtlinge auf
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06:44 19.07.2016
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London

Die sechs größten Volkswirtschaften der Welt gewähren nur einem kleinen Teil der weltweiten Flüchtlinge Schutz. Das geht aus einer Analyse der Hilfsorganisation Oxfam hervor, die heute veröffentlicht wurde.

Demnach haben in den USA, China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich gerade einmal rund 2,1 Millionen der 21,3 Millionen Flüchtlinge weltweit Aufnahme gefunden. Das sind weniger als neun Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit werden dagegen von Ländern aufgenommen, die nur für einen Bruchteil der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich sind.

Die Oxfam-Analyse stützt sich auf Zahlen der Vereinten Nationen von anerkannten Flüchtlingen und registrierten Asylbewerbern aus dem Jahr 2015. Demnach akzeptierte Deutschland die höchste Zahl an Flüchtlingen unter den sechs wirtschaftsstärksten Nationen. Der Löwenanteil der Hilfesuchenden ist aber in wirtschaftlich weitaus schwächeren Ländern wie Jordanien, der Türkei und Südafrika untergekommen.

Oxfam rief die großen Volkswirtschaften dazu auf, mehr Flüchtlingen Zuflucht zu gewähren und wirtschaftlich schwächere Länder bei der Versorgung der geflohenen Menschen besser zu unterstützen. Die Verantwortung, Hilfesuchende mit dem Notwendigsten zu versorgen, laste oft auf Ländern, die schon Schwierigkeiten hätten, die Bedürfnisse ihrer eigenen Bevölkerung zu erfüllen, heißt es in dem Bericht.

Mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge komme in Ländern unter, die zusammen für weniger als zwei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich sind, so Oxfam. Die sechs größten Volkswirtschaften generierten dagegen mehr als die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung. Wirtschaftlich schwächere Länder übernähmen daher den größeren Teil der globalen Verantwortung für Flüchtlinge, schrieben die Analysten von Oxfam.

Insgesamt sind mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, bei etwa zwei Dritteln davon handelt es sich um Binnenflüchtlinge.

dpa

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