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Politik im Rest der Welt Palästinenser rufen zu Tag der „Revolution“ gegen Israel auf
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22:10 16.10.2015
Nablus

Weitere Ausschreitungen: Nach Aufrufen zu einem Tag der „Revolution“ gegen Israel haben radikale Palästinenser das Josefsgrab im Westjordanland in Brand gesetzt. Die Angreifer warfen gestern Molotowcocktails auf die für Juden heilige Stätte bei Nablus, wie die israelische Armee und palästinensische Sicherheitskreise mitteilten. Dutzende Palästinenser griffen den Angaben zufolge die Anlage an. Durch den Brand entstand schwerer Schaden.

Im Westjordanland wurde zudem ein Palästinenser, der sich nach Armeeangaben als Pressefotograf ausgegeben und einen israelischen Soldaten mit einem Messer verletzt hatte, erschossen. Zwei weitere Menschen aus Palästina wurden bei Zusammenstößen an der Grenze zum Gazastreifen getötet.

In den vergangenen Jahren war das Josefsgrab immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen. Viele Juden verehren den Ort, weil dort der Stammvater Josef begraben sein soll. Er ist aber auch für Muslime von Bedeutung, die glauben, dass dort ein islamischer Geistlicher bestattet ist. Die Stätte ist unter palästinensischer Kontrolle.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte den Brandanschlag. Es handele sich um eine „unverantwortliche“ Tat, sagte Abbas. Er habe eine Ermittlungskommission mit der Aufklärung beauftragt und wolle die entstandenen Schäden reparieren lassen.

Die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis hatten seit Monatsbeginn wieder deutlich zugenommen. Sieben Israelis starben bei Angriffen von Palästinensern, auf palästinensischer Seite gab es 35 Tote, darunter einige mutmaßliche Angreifer. Im Gazastreifen und im Westjordanland gab es gestern zahlreiche Demonstrationen.

LN

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