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Politik im Rest der Welt Papst stärkt Merkel im Kampf für den Frieden
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13:12 17.06.2017
Papst Franziskus und Bundeskanzlerin Angela Merkel tauschen Geschenke aus. Quelle: Guido Bergmann
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Rom/Vatikanstadt

Kanzlerin Angela Merkel zieht mit Rückendeckung von Papst Franziskus in die schwierigen Verhandlungen im Kampf gegen die Armut in Afrika und für den Klimaschutz.

„Er hat mich ermutigt, auf diesem Weg weiterzugehen. Genauso, wie für internationale Abkommen zu kämpfen“, sagte Merkel im Vatikan nach ihrer bereits vierten Privataudienz bei dem Katholiken-Oberhaupt. Sie kündigte an, Afrika werde Schwerpunkt der G20-Verhandlungen Anfang Juli in Hamburg sein. Das habe der Papst begrüßt.

„Insgesamt war es für mich ein sehr ermutigendes Gespräch, den Weg der Gemeinsamkeit trotz aller Herausforderungen weiterzugehen. Und zu versuchen, Schritt für Schritt auch Erfolge für die gesamte Weltgemeinschaft zu erzielen“, sagte Merkel nach der Audienz vor Journalisten. Der Pontifex hatte Merkel nach der rund 40-minütigen Unterredung „für die Arbeit, die Sie für den Frieden tun“ gedankt und ihr eine Medaille mit einem Olivenzweig überreicht.

Die Kanzlerin steht Anfang Juli dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Hamburg vor. Gerade wegen der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump und dem nahezu gescheitertem G7-Gipfel im Mai in Italien werden schwierige Verhandlungen erwartet.

Merkel und das katholische Kirchenoberhaupt stehen bei vielen Themen inhaltlich eng beieinander, die Beziehung zwischen den beiden gilt als gut. Bereits die Begrüßung war freundlich. „Danke, dass ich wieder hier sein kann“, sagte Merkel lächelnd zu Franziskus. Sie trug einen schwarzen Hosenanzug.

Als Geschenk hatte Merkel Süßigkeiten aus der Heimat des Argentiniers dabei, die sie vor wenigen Tagen besucht hatte: den karamellartigen Brotaufstrich Dulce de Leche und Alfajores, mit Schokolade umhüllte Kekse. „Das kennen Sie ja“, sagte sie. Franziskus überreichte Merkel neben der Medaille drei seiner Lehrschriften.

Mit dem Empfang der Kanzlerin brach Franziskus mit einem ungeschriebenen Gesetz im Vatikan: Eigentlich werden keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen. Der Kirchenstaat ist in solchen Fällen um Neutralität bemüht. Im Anschluss an die Audienz besuchte Merkel die christlich-jüdische Ausstellung „Die Menora“ in den Vatikanischen Museen.

dpa

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