Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Petra Hinz will Mandat nach Klinikbehandlung niederlegen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Petra Hinz will Mandat nach Klinikbehandlung niederlegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:10 10.08.2016
Anzeige
Düsseldorf

Die wegen ihres gefälschten Lebenslaufs in die Kritik geratene Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz will ihr Mandat nach ihrer Behandlung in einer Klinik aufgeben. Das kündigte sie in einem Interview mit mehreren nordrhein-westfälischen Zeitungen (Mittwochausgaben) an.

Darin warf sie dem Essener SPD-Vorsitzenden und NRW-Justizminister Thomas Kutschaty vor, Absprachen gebrochen zu haben. Dieser wies die Kritik zurück.

Die 54-jährige Hinz hatte entgegen ihren bisherigen Angaben kein Abitur gemacht und kein Jurastudium abgeschlossen. Sie werde das Mandat niederlegen, sobald sie die Klinik verlassen könne, sagte sie nach einer Vorabmeldung von „Westdeutscher Zeitung“, „Solinger Tageblatt“, „Remscheider Generalanzeiger“, „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“. Wann das sei, bestimmten ihre Ärzte.

Dieses Verfahren habe sie gleich nach Bekanntwerden ihrer falschen Angaben im Lebenslauf genau so mit Kutschaty vereinbart. Sie warf Kutschaty in dem Interview vor, mehrmals Absprachen mit ihr gebrochen zu haben. „Kutschaty hat mich endgültig zum Abschuss freigegeben.“

„Petra Hinz ist die einzige, die sich nicht an Absprachen hält“, konterte Kutschaty als Reaktion in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). Er kritisierte, dass Hinz trotz des Krankenhausaufenthalts mit Journalisten gesprochen habe. Sie hätte ihre Kraft besser darauf verwenden sollen, den Mandatsverzicht bei einem Notar zu hinterlegen.

Hinz hatte in der vergangenen Woche alle Parteiämter niedergelegt, eine ihr von der Essener SPD gesetzte Frist, ihr Bundestagsmandat abzugeben, aber verstreichen lassen. Damit bekommt sie auch weiter ihre Bundestagsdiäten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Als Reaktion auf die jüngsten Anschläge in Deutschland will Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung die ärztliche Schweigepflicht aufweichen.

10.08.2016

Als Reaktion auf die jüngsten Anschläge in Deutschland will Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung die ärztliche Schweigepflicht aufweichen.

10.08.2016

St.Der Westen hat vorsichtig positiv auf die Wiederannäherung zwischen Russland und der Türkei reagiert. Es gebe keinen Anlass zur Sorge, hieß es bei der Nato.

10.08.2016
Anzeige