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Politik im Rest der Welt Polizei sperrte G20-Demonstranten grundlos ein
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19:32 29.07.2017
Polizisten auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli. Nach den G20-Krawallen sitzen noch 35 junge Männer in U-Haft. Quelle: Boris Roessler
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Hamburg

Nach einer irrtümlichen Festsetzung eines Busses mit Demonstranten der sozialistischen Jugendorganisation „Die Falken“ beim G20-Gipfel in Hamburg ermittelt nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ nun die Staatsanwaltschaft gegen Polizeibeamte.

Das habe ein Sprecher der Hamburger Polizei der Zeitung mitgeteilt, berichtete die „F.A.S.“. Nach dem Bericht waren die teilweise minderjährigen Leute, darunter auch Mitglieder der Gewerkschaftsjugend und der Alevitischen Jugend, Anfang Juli bei der Anfahrt zur Samstags-Demonstration in Hamburg über Stunden ohne nähere Begründung von der Polizei festgehalten und in der Gefangenensammelstelle schlecht behandelt worden.

Während der Sitzung des Innenausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft, der sich am 19. Juli mit den Vorgängen um den G20-Gipfel beschäftigt hatte, war der Fall angesprochen worden. Polizei und Innensenator hatten Fehler eingeräumt und sich entschuldigt.

Unter den in den in Untersuchungshaft sitzenden befinden sich längst nichts nur Linksautonome. Der Anteil der militanten Autonomen unter den Inhaftierten sei gering, sagte Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) dem NDR.

Eine Sprecherin der Justizbehörde bestätigte den Bericht. Ein größerer Teil sind demnach junge Menschen, die nicht integriert sind und keinen festen Wohnsitz haben. Zudem gebe es eine dritte Gruppe: Menschen mit hohem Bildungsniveau, bürgerlichem Hintergrund und festen Arbeitsverhältnissen. Es handele sich um Menschen im Alter von Anfang bis Mitte 20, die keine klare Grenze zwischen Demonstration und Gewalttätigkeiten zögen.

Von anfangs 51 Menschen in Untersuchungshaft waren dem Bericht zufolge zuletzt noch 35 überwiegend junge Männer im Gefängnis. Es handele sich bei den Beschuldigten um Männer aus 15 Nationen zwischen 19 und 56 Jahren. 15 von ihnen hätten ihren Wohnsitz in Hamburg, 6 stammten aus Italien, 3 aus Frankreich und 2 aus Russland.

dpa

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