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Politik im Rest der Welt Polonium in Arafats Leichnam entdeckt
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22:25 06.11.2013
Ex-Palästinenserführer Jassir Arafat.
Tel Aviv

Die meisten Palästinenser sind seit dem Tod des früheren PLO-Chefs Jassir Arafat 2004 felsenfest davon überzeugt, dass er vergiftet wurde. Und zwar von den Israelis. Letztere Behauptung ist reine Spekulation. Aber zumindest für den Verdacht des Giftmordes gibt es jetzt einen handfesten Hinweis: Schweizer Experten fanden an Proben Arafats eine 18-mal höhere Konzentration an Polonium als normal, berichten der TV-Sender Al-Dschasira und der „Guardian“.

Die Proben waren bei einer Exhumierung vor knapp einem Jahr in Ramallah entnommen worden. Al-Dschasira zitierte Arafats Witwe Suha mit den Worten: „Dies ist das Verbrechen des Jahrhunderts“.

Allerdings haben russische Experten, die ebenfalls Proben entnommen und untersucht hatten, mitgeteilt, der im Alter von 75 Jahren in einem französischen Militärhospital gestorbene Arafat sei auf keinen Fall mit Polonium vergiftet worden. Ein drittes Gutachten aus Frankreich steht noch aus. Die Schweizer hatten die ganze Aktion mit Untersuchungen von persönlichen Gegenständen Arafats ins Rollen gebracht. Experten des Institut de radiophysique der Universitätsklinik in Lausanne fanden im Juli 2012 erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium unter anderem an Arafats Unterhose.

Mit derselben Substanz war der frühere KGB-Agent Alexander Litwinenko vergiftet worden.

LN

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