Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt „Jetzt geht es nur noch darum, das Brexit-Chaos abzuwenden“
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt „Jetzt geht es nur noch darum, das Brexit-Chaos abzuwenden“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:30 13.03.2019
Die britische Premierministerin Theresa May muss erneut eine Niederlage einstecken. Quelle: imago images / Xinhua
London

„Idioten im britischen Unterhaus“, „Ende der Geduld“, „Chaos abwenden“: Die Absage des britischen Parlaments zum nachgebesserten Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May löst bei vielen Politikern und Kommentatoren reines Kopfschütteln aus.

Innerhalb der internationalen Medienlandschaft macht sich angesichts der steigenden Gefahr eines No-Deal-Brexits aber noch ein weiteres Gefühl breit: Sorge. Ein Stimmungsbild:

„Telegraph“ (Großbritannien)

Und wenn das Vereinigte Königreich nun unweigerlich mehr Zeit für den Brexit-Prozess verlangt, hoffen die Brexit-Befürworter, dass einer innerhalb der EU27, mit seinem Einspruch alles zum Scheitern bringt. Egal wie es ausgeht, er (der Brexit-Prozess) wird den Launen der EU ausgeliefert sein.

„Scotsman“ (Schottland)

Sicher hat Großbritannien jetzt die Nase voll von Idioten im Unterhaus, die ernsthaft über einen ungeregelten Austritt nachdenken. Es mag unwahrscheinlich aussehen, dass die Abgeordneten das unterstützen werden. Aber die Unterstützung ist noch immer groß genug, dass Theresa May es für nötig hält, den Fraktionszwang für ihre Abgeordneten aufzuheben.

„Irish Times“ (Irland)

Dass die DUP den Brexit überhaupt unterstützt, ist unerklärlich, und sie war bisher nicht in der Lage, eine glaubwürdige Lösung für die irische Grenzfrage vorzuschlagen. Bei einem No-Deal-Brexit würde der Norden enorm in Mitleidenschaft gezogen.

„Der Standard“ (Österreich)

Jetzt geht es nur noch darum, das Chaos abzuwenden. Dazu bedarf es einer Verlängerung der Verhandlungsphase. Die EU tut gut daran, wie am Montag in Straßburg auch weiterhin den Briten die Hand zu reichen.

De Standaard“ (Belgien)

Die Geduld mit den unentschlossenen Briten ist am Ende. Szenarien für ein neues Referendum bieten keine Lösung. Jeder Tag, den dieser zermürbende Streit länger andauert, belastet die künftigen Beziehungen zwischen der EU und ihrem ehemaligen Mitgliedstaat stärker.

„Diena“ (Lettland)

Für die britische Politik verspricht diese Woche eine der dramatischsten der vergangenen Jahrzehnte zu werden - eine Anzahl wichtiger Abstimmungen im Parlament wird entscheidend für die Zukunft des Landes sein.

Mehr zum Thema Brexit

Portrait: Sie will die Superheldin sein, die Großbritannien rettet

Kommentar: Ablehnung des Brexit-Deals: Völlig verblendet

Bericht: Heisere Theresa May: „Sie sollten Jean-Claude Juncker hören“

Bericht: Befeuern bezahlte Retweets den Brexit?

Theresa May als Gollum: Andy Serkis parodiert Premierministerin

Mays Chefunterhändler plaudert geheimen Brexit-Plan an Hotelbar aus

Ungeregelter Brexit könnte 100.000 Deutsche den Job kosten

Warum der Brexit Portugals Textilindustrie bedroht

Warum dieser Bürgermeister bei einem Brexit zurücktritt

Was ist der Backstop?

Von RND/dpa/lf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

171 Tage hat es gedauert, die aktuelle Bundesregierung aufzustellen – so lange wie nie zuvor. Doch wie haben sich die Kanzlerin und ihre Minister seither geschlagen?

13.03.2019

Immer wieder fallen Beamte mit fragwürdigem Verhalten auf. Der Landespolizeipräsident spricht von Einzelfällen. Pauschale Kritik weist Kretzschmar vehement zurück – ebenso wie die Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht.

13.03.2019

Als die Briten gegen die EU stimmten, griff Madeleina Kay zur Gitarre. Die 24-Jährige Britin ist seitdem zum Gesicht des Anti-Brexits geworden. Sie tingelt von einer Veranstaltung zur nächsten, kämpft im Superheldinnen-Kostüm für ihre Vision. Nicht überall kommt das gut an.

13.03.2019