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Protest blieb friedlich

Köln Protest blieb friedlich

Mehrere Tausend Menschen haben gestern in Köln nach Polizeiangaben überwiegend friedlich gegen den zeitgleich stattfindenden Parteitag der AfD protestiert.

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Protest gegen die AfD in Köln mit vielen Plakaten.

Köln. Mehrere Tausend Menschen haben gestern in Köln nach Polizeiangaben überwiegend friedlich gegen den zeitgleich stattfindenden Parteitag der AfD protestiert. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) würdigte den Protest vieler Bürger als „klare Haltung“ gegen Ausgrenzung und Hetze. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) erklärte, es sei wichtig, Stellung gegen die Rechtspopulisten zu beziehen.

NRW-Ministerpräsidentin Kraft sprach auf der Kundgebung des Bündnisses „Köln stellt sich quer“ auf dem Heumarkt von einem Zeichen „für Toleranz und gegen Hass“. Die AfD stehe für eine engstirnige Politik, die an „die dunkelsten Kapitel“ deutscher Geschichte erinnere. Die Kölner Oberbürgermeisterin Reker sagte, der friedliche Protest setze ein Zeichen für Demokratieverständnis, Menschenrechte und Weltoffenheit.

Grünen-Chef Cem Özdemir erklärte, die AfD schüre Hass und Hetze. Sie wolle spalten und das friedliche Zusammenleben in Deutschland, in dem Konflikte mit zivilisierten Umgangsformen und vor allem demokratisch gelöst würden, zerstören.

Bis zum frühen Nachmittag verliefen die Demonstrationen weitgehend friedlich. Im Verlauf einer größeren Demonstration durch die Kölner Innenstadt wurden laut Polizei mehrere Scheiben von Geschäften und einer Großbank eingeschlagen, zwei Polizisten wurden bei Rangeleien mit Demonstranten verletzt. Das Konzept der Polizei, das auf Deeskalation ausgerichtet sei, sei im Grundsatz bislang aufgegangen, erklärte ein Polizeisprecher. Die Polizei stellte sich mit ihren insgesamt rund 4000 Einsatzkräften, Reiterstaffel und Wasserwerfern allerdings auf einen Einsatz bis in die Nacht zum Sonntag ein.

Aufgerufen zu den Protesten hatten unter anderem die demokratischen Parteien, die Gewerkschaften, die christlichen Kirchen sowie die Bündnisse „Köln stellt sich quer“ und „Köln gegen Rechts“.

Ursprünglich waren rund 50000 Demonstranten erwartet worden. Konkrete Zahlen nannten jedoch weder die Polizei noch die Veranstalter. Beide Seiten erklärten jedoch, dass die Zahl der Protestierer unter den zuvor geschätzten Zahlen lägen.

LN

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