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Politik im Rest der Welt Putin schaltet sich ein
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22:15 25.09.2013
Ab zum Verhör: Ein Behörden-Bus mit Greenpeace-Aktivisten in Murmansk. Quelle: Foto: dpa

Kremlchef Wladimir Putin hat die 30 festgenommenen Greenpeace-Aktivisten wegen ihrer Protestaktion in der Arktis scharf kritisiert, zugleich aber eine mildere Strafe angedeutet. „Ich weiß nicht genau, was dort passiert ist, aber es ist klar, dass sie keine Piraten sind“, sagte Putin gestern auf einer Arktis-Konferenz in Nordsibirien.

Die russische Justiz ermittelt nach dem Protest gegen geplante Ölbohrungen im Nordpolarmeer bislang wegen bandenmäßiger Piraterie. Dafür sieht das Gesetz bis zu 15 Jahre Haft vor.

Die Behörden nahmen die Crew des Aktionsschiffs „Arctic Sunrise“ in der nordrussischen Stadt Murmansk inzwischen formell für 48 Stunden fest. Laut Greenpeace wurden die Umweltschützer in Gefängnisse in Murmansk und Umgebung gebracht. Sie sitzen aber nicht in Untersuchungshaft. Die Organisation weist die Anschuldigungen zurück, wirft den Behörden illegales Handeln vor.

Putin beschuldigte die Aktivisten, gegen internationales Recht verstoßen zu haben. „Formell gesehen haben sie versucht, die Ölplattform zu besetzen.“ Er nahm die russischen Sicherheitskräfte, in Schutz. „Sie wussten nicht, wer da unter dem Deckmantel von Greenpeace versuchte, die Plattform zu erstürmen.“

Die Aktivisten wollten nach eigenen Angaben ein Transparent an der Plattform des Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee befestigen und damit gegen geplante Ölbohrungen protestieren.

Putin forderte die Umweltorganisation auf, ihre Forderungen auf internationalen Konferenzen vorzubringen und nicht mit der „Erstürmung von Plattformen und Schiffen“.

Greenpeace warf den Behörden vor, nicht allen Diplomaten und Anwälten Zugang zu den Festgenommenen gewährt zu haben. Die Crew sei „verängstigt“. Wladimir Markin von der Ermittlungsbehörde in Moskau kündigte an, die ausländischen Aktivisten erst zu vernehmen, wenn sie mit Dolmetschern und Anwälten gesprochen hätten.

LN

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