Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Russische Duma stimmt Änderungen bei Rentenreform zu
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Russische Duma stimmt Änderungen bei Rentenreform zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 26.09.2018
Anfang September in St. Petersburg: Menschen nehmen an einer Demonstration gegen die Erhöhung des Rentenalters teil. Quelle: Dmitri Lovetsky/ap
Moskau

Im Streit um die Rentenreform in Russland hat das Parlament Nachbesserungen von Präsident Wladimir Putin zugestimmt. Die Zugeständnisse waren eine Konsequenz aus den landesweiten Protesten gegen die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters.

„Wir haben uns auf einen Konsens geeinigt“, erklärte der Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodim in einer Mitteilung. Demnach soll das Eintrittsalter in die Rente für Frauen genau wie das für Männer um fünf Jahre steigen. Ursprünglich sollten Frauen sogar acht Jahre länger arbeiten. Das wurde nun revidiert. Sie können laut Gesetzentwurf nun mit 60 in Rente gehen, Männer mit 65 Jahren. Bislang arbeiten Frauen in Russland offiziell maximal bis zum 55. Lebensjahr, Männer bis zum 60.

Putin hatte die zunächst vorgesehene Anhebung laut Duma-Mitteilung als falsch bezeichnet. 385 Abgeordnete hätten für die Änderungen gestimmt. Der Gesetzentwurf wird nun in zweiter Lesung beraten.

Das Projekt hat massive Kritik über Parteigrenzen hinweg ausgelöst. Es gab Proteste im Land. Die Umfragewerte von Präsident Wladimir Putin hatten sich nach Bekanntwerden der Reformpläne verschlechtert. Die Lebenserwartung russischer Männer liegt im Durchschnitt bei 66 Jahren, so dass viele von ihnen das neue Rentenalter gar nicht erreicht hätten - vor allem in armen Regionen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Horst Seehofer hat die Eckpunkte einer aus seiner Sicht erfolgreichen Heimatpolitik skizziert. Demnach müssen gesellschaftliche Veränderungen und Probleme offen thematisiert und Menschen auch emotional mitgenommen werden. Den Staat sieht der Minister in der Rolle als Impulsgeber.

26.09.2018

Überraschungs-Kandidat Ralph Brinkhaus löst Volker Kauder als Fraktionschef der Union im Bundestag ab. Das gilt nicht nur für deutsche Beobachter als Warnsignal für Kanzlerin Angela Merkel. Das Wahlergebnis wird auch international diskutiert. Ein Stimmungsbild.

26.09.2018

Kassenpatienten in Deutschland sollen künftig schneller an Arzttermine kommen. Darauf zielt ein Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn ab, den das Kabinett heute auf den Weg gebracht hat.

26.09.2018