Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Russland kritisiert Großmanöver „Anakonda“ in Polen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Russland kritisiert Großmanöver „Anakonda“ in Polen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:54 08.06.2016
Anzeige
Warschau

Gut einen Monat vor dem Nato-Gipfel in Warschau testen in Polen mehr als 31 000 Soldaten aus 24 Staaten den Verteidigungsfall auf dem Boden, in der Luft und auf dem Wasser.

An der zehntägigen internationalen Übung „Anakonda 2016“ beteiligen sich seit Dienstag nicht nur Truppen aus Nato-Staaten, sondern auch Soldaten aus Partnerländern wie Schweden, Georgien und der Ukraine. Zum Auftakt des Manövers stand am Dienstag der Absprung von 2000 polnischen, britischen und amerikanischen Fallschirmjägern bei Torun auf dem Manöverprogramm.

Seit 2006 wird in Polen alle zwei Jahre unter dem Namen „Anakonda“ trainiert. Die internationale Übung soll auch Solidarität mit den Staaten im Osten des Nato-Gebiets demonstrieren. Sie sind angesichts des andauernden Konflikts in der Ukraine um die eigene Sicherheit besorgt. „Wir stehen Schulter an Schulter mit Polen“, sagte US-General Mark Milley während der Eröffnungszeremonie am Montag betont.

Zeitgleich zu „Anakonda“ wird in Warschau und anderen Städten bis Freitag die Übung „Renegade“ abgehalten, die sich auf die Abwehr von Anschlägen und den Einsatz bei Katastrophen konzentriert. Geübt werden unter anderem das Abdrängen eines Flugzeugs, das in gesperrten Luftraum eindringt, und die Verhinderung einer Entführung. Das berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Dienstag unter Berufung auf den Einsatzleiter.

Russland hat das groß angelegte Militärmanöver „Anakonda 2016“ in Polen scharf kritisiert. Die Übung trage nicht dazu bei, eine Atmosphäre von Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Es gebe ein Vertrauensdefizit im Verhältnis zum Westen, meinte er der Agentur Interfax zufolge. 

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Reform des Bundesnachrichtendienstes soll zügig durch ein Gesetz geregelt werden. Koalitionskreise bestätigten jetzt entsprechende Informationen des Berliner „Tagesspiegels“.

07.06.2016

Auch wenn die Tagesordnung des Europaparlaments keinen Hinweis darauf enthält: Auf den Gängen wird viel über einen möglichen Brexit geredet. Führende EU-Politiker meinen: Die Briten verkennen die Gefahren eines Ausscheidens aus der EU.

08.06.2016

Sie sind wie ein Seismograph der Bürgersorgen - die Petitionen, die den Bundestag erreichen. Mehr als 13 000 waren es im vergangenen Jahr. Doch repräsentativ für alle sind die Eingaben nicht unbedingt.

07.06.2016
Anzeige