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Politik im Rest der Welt Schwesig greift den Fall Lohfink auf
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20:20 11.06.2016

Bundes-Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat erneut eine Verschärfung des deutschen Sexualstrafrechts gefordert. Anlass ist die bundesweite Debatte über den Fall der früheren „Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Gina-Lisa Lohfink.

Die 29-Jährige hatte zwei Männer wegen Vergewaltigung angezeigt. Die Männer hatten Sex-Szenen mit dem Model, von dem mehrfach „Hör auf“ und „Nein, Nein, Nein“ zu hören war, gefilmt und anschließend veröffentlicht. In dem Verfahren war dann aber Lohfink wegen Falschaussage zu 24000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Schwesig sagte gegenüber „Spiegel-online“: „Wir brauchen die Verschärfung des Sexualstrafrechts, damit endlich in Deutschland die sexuelle Selbstbestimmung voraussetzungslos geschützt wird. ,Nein heißt nein’ muss gelten. Ein ,Hör auf’ ist deutlich."

Seit langem wird im Bundestag über ein schärferes Sexualstrafrecht debattiert. In dem Entwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) ist die Strafbarkeit allerdings weiter an bestimmte Bedingungen geknüpft – der Täter muss das Opfer etwa überraschen. Zuletzt hatten aber auch führende Politiker von SPD und CDU auf Veränderungen gedrängt, nach denen bereits das fehlende Einverständnis des Opfers eine Strafbarkeit auslöst.

LN

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