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Politik im Rest der Welt Selbsterklärter Langeweiler soll Clintons Vize werden
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10:52 25.07.2016
Neues Duo der Demokraten: Tim Kaine und Hillary Clinton. Quelle: Fotos: Dpa

. Als „langweilig“ hat sich Tim Kaine selbst beschrieben – und damit selbstironisch dem Eindruck zugestimmt, den viele von ihm haben.

Gleichwohl kommt es nicht überraschend, dass der Senator und Ex-Gouverneur von Virginia von der Demokratin Hillary Clinton zu ihrem Kandidaten für das US-Vizepräsidentenamt ernannt worden ist. Wegen seiner langjährigen politischen Erfahrung, seiner verbindlichen und kooperativen Art, seiner Verwurzelung in einem wichtigen Bundesstaat und auch seines fließenden Spanisch galt er als einer der Topfavoriten für den Job.

Kaine sei „ein Mann, der sein Leben dem Kampf für andere gewidmet hat“, schrieb Clinton bei der Bekanntgabe ihrer Entscheidung über Twitter. „Er ist ein unerschütterlicher Optimist, der kein Problem für unlösbar hält.“

Der 58-jährige Jurist ist in vielfacher Hinsicht ein Antipode des Mannes, den er zusammen mit der Ex-Außenministerin im November besiegen soll. Kaine macht kein Aufhebens um sich, vertritt moderate Ansichten, pflegt eine milde Rhetorik und kommt auch mit politischen Gegnern gut zurecht – größer könnte der Kontrast zu Donald Trump kaum sein.

So sehr ist Kaine der „nice guy“, dass die „Washington Post“ im Vorfeld seiner Ernennung bereits fragte, ob er nicht viel zu nett für diesen Wahlkampf sei. Doch Clinton setzt wohl darauf, dass viele Wähler die verbindliche Art ihres Vize als Kontrast zu Trump empfinden werden. Sie selber ist bereit, die Abteilung Attacke großteils selber zu übernehmen. Kaine soll aber auch die Kontrastfigur zu Trumps ultrakonservativem Vizekandidaten Mike Pence sein, der mit seinen rigiden Positionen gegen Abtreibungen und Homosexuellenrechte polarisiert. Gleich in mehrere Richtungen soll der Senator integrierend wirken: Als Mann der Mitte soll er moderate Republikaner und unabhängige Wähler ansprechen, sein Spanisch, das er als junger Mann während eines Helferjahres in Honduras lernte, erleichtert ihm den direkten Draht zur Latino-Wählerschaft, und aus seinen Zeiten in Virginia bringt er gute Beziehungen zur afroamerikanischen Gemeinde mit. Daniel Jahn

Fleißig und geradlinig

Mit Tim Kaine ist Hillary Clinton bei der Wahl ihres Vize-Kandidaten den sicheren Weg gegangen. Kaine wuchs in Kansas City auf, wo er in der Schweißerwerkstatt seines Vaters aushalf. Er absolvierte sein Jurastudium an der berühmten Harvard Law School und lernte dort auch seine Frau kennen, die Tochter eine Ex-Gouverneurs von Virginia, mit der er in ihren Heimatstaat zog. Sie haben drei Kinder.

LN

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