Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Staatsanwaltschaft wartet auf Antwort des Bischofs
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Staatsanwaltschaft wartet auf Antwort des Bischofs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:22 24.10.2013

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst lässt die Staatsanwaltschaft auf eine Antwort zum Vorwurf der Untreue im Zusammenhang mit der Finanzaffäre in seinem Bistum warten. „Er ist von uns angeschrieben worden, aber er hat bislang noch keine Stellungnahme abgegeben“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg.

Allerdings sei er erst vor kurzem zur Stellungnahme aufgefordert worden. Der Bischof müsse nun innerhalb einer bestimmten Frist antworten, sagte der Sprecher, ohne ein konkretes Datum zu nennen. Die Behörde prüft, ob sie gegen Tebartz-van Elst ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue einleitet. Mehrere Anzeigen waren nach Bekanntwerden der hohen Kosten für den neuen Bischofssitz eingegangen.

Der Bischof leitet derzeit nicht die Diözese. Papst Franziskus hatte ihm am Mittwoch eine Auszeit verordnet. Während der Abwesenheit von Tebartz-van Elst soll der neue Generalvikar Wolfgang Rösch die Amtsgeschäfte leiten. Er will bereits heute erste Gespräche mit seinen künftigen Mitarbeitern führen. Geplant sei, dass zunächst im kleinen Kreis beraten werde, sagte ein Bistumssprecher.

Die Limburger Diözese und ihr Oberhirte kommen seit Wochen nicht aus den Schlagzeilen. Tebartz-van Elst wird insbesondere wegen seiner Amtsführung und der mindestens 31 Millionen Euro teuren neuen Bischofsresidenz kritisiert. Seit Freitag vergangener Woche untersucht eine von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Prüfkommission, wie es zu den hohen Baukosten kommen konnte.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Awo fordert: Bund soll sich beteiligen.

24.10.2013

Wirtschaftsflügel ist strikt gegen höhere Steuern und flächendeckende Löhne.

24.10.2013

Viele Jugendliche machen langjährige Armutserfahrung. Das Kinderhilfswerk Unicef fordert gezieltere Hilfen für Kinder aus armen Familien in Deutschland.

24.10.2013
Anzeige