Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Steinmeier oder doch ein Anderer?
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Steinmeier oder doch ein Anderer?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:12 12.11.2016
Seine Chancen sollen nicht schlecht stehen, und in der Bevölkerung ist er auch beliebt: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Quelle: dpa

. Kurz vor dem entscheidenden Parteichef-Treffen zur Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck werden Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Chancen zugemessen. Die CSU von Horst Seehofer pocht zwar auf einen eigenen Unionskandidaten, schließt aber eine Unterstützung für Steinmeier nicht aus, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin aus Koalitionskreisen. Die „Welt“ berichtete, Seehofer wolle Bundesbank-Präsident Jens Weidmann vorschlagen. Er gilt als ein Vertrauter von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Von 2006 bis 2011 war er ihr wirtschafts- und finanzpolitischer Berater und „Sherpa“ für große internationale Gipfel. Aber auch Winfried Kretschman von den Grünen ist beim munteren Wer-wird-der-nächste-Bundespräsident-Raten im Gespräch (siehe auch Text oben).

Merkel, Seehofer und SPD-Chef Gabriel kommen heute Nachmittag im Kanzleramt zusammen, um zu entscheiden, ob Steinmeier oder ein anderer Kandidat gemeinsam aufgestellt wird – oder ob es eine Kampfkandidatur zwischen Steinmeier und einem Bewerber der Union gibt. Gegen eine Nominierung von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) würde sich Seehofer sperren, hieß es. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte der „Passauer Neuen Presse“: „Es wäre gut, wenn sich die Koalition auf einen gemeinsamen Kandidaten (...) verständigen könnte.“ Das wäre ein Signal ihrer Konsensbereitschaft. Eine Kampfkandidatur wäre aber auch kein Beinbruch. Der neue Bundespräsident wird am 12. Februar gewählt.

Die Union stellt dort zwar die größte Gruppe, hat aber keine absolute Mehrheit. Bei einer Kampfkandidatur fällt die Entscheidung vermutlich erst im dritten Wahlgang, wenn nur noch die einfache Mehrheit nötig ist. Hier werden dem in der Bevölkerung beliebten Steinmeier große Chancen nachgesagt. Die Linke will wieder einen eigenen Kandidaten aufstellen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte dem „Tagesspiegel“, ein Bundespräsident müsse Deutschland auch im Ausland repräsentieren. Dafür habe Steinmeier exzellente Voraussetzungen. Es könnten Turbulenzen entstehen, wenn der Amtsinhaber „mit diesem manchmal harten Geschäft nicht vertraut ist“.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Politik im Rest der Welt MITARBEITER DER WOCHE - Ferdinand Marcos

Was ein Held ist, ist zuweilen heftigen Beurteilungsturbulenzen unterworfen. Der frühere philippinische Staatschef Ferdinand Marcos etwa war in den 60ern ein populärer ...

12.11.2016

Vom Kommunisten zum Gegner der Vermögensteuer – und bald im Schloss Bellevue?.

12.11.2016

. Die Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ hat zu ihrem 35-jährigen Bestehen erstmals den nach ihrem Gründer benannten Karlheinz-Böhm-Preis verliehen: Der ...

12.11.2016
Anzeige