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Politik im Rest der Welt Südkorea erwägt Sondergesandten für Nordkorea
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07:58 17.08.2017
Glaubt an Dialog – und warnt vor dem Überschreiten einer „roten Linie“: Südkoreas Präsident Moon Jae In Quelle: AP
Seoul

Die verbale Abrüstung im Korea-Konflikt setzt sich fort: Nach den USA und Nordkorea hat auch Südkorea versöhnlichere Töne angeschlagen. Südkoreas Präsident Moon Jae In zeigte sich zuversichtlich, dass es keinen erneuten Krieg auf der Koreanischen Halbinsel geben werde.

Auf einer Pressekonferenz deutete Moon Jae In zudem an, dass er einen diplomatischen Vertreter nach Nordkorea schicken könnte. Bedingung für diesen Sondergesandten sei aber, dass Pjöngjang von weiteren Provokationen absehe. Moon Jae In betonte, er glaube daran, dass ein Dialog möglich sei, wenn Nordkorea seine Raketentests einstelle.

„Nordkorea nähert sich der roten Linie“

Gleichwohl warnte Südkoreas Präsident das Nachbarland vor dem Überschreiten einer „roten Linie“. Falls Nordkorea die Entwicklung von Interkontinentalraketen vervollständigen und diese mit Atomsprengköpfen einsatzbereit machen sollte, würde er das als Grenzüberschreitung ansehen, sagte Moon. „Nordkorea nähert sich der roten Linie.“

Die verbale Auseinandersetzung vor allem zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hatte sich in der vergangenen Woche immer weiter zugespitzt, nachdem Nordkorea mit einem Angriff auf die Gewässer des US-Außengebiets Guam gedroht hatte.

Trump lobt Entscheidung von Kim

Anfang der Woche näherten sich die Lager wieder an: Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hatte am Dienstag weitere Raketenstarts in Richtung des pazifischen US-Militärstützpunkts Guam ausgesetzt.

Er wolle erst einmal beobachten, wie sich die USA weiter verhielten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. US-Präsident Donald Trump lobte dies als „eine sehr weise und vernünftige Entscheidung“. Er fügte hinzu: „Die Alternative wäre sowohl katastrophal als auch inakzeptabel gewesen.“

US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea zuvor mit „Feuer und Wut“ gedroht und damit vor dem Hintergrund der atomaren Bewaffnung beider Länder bestehende Sorgen vergrößert. Nordkorea drohte damit, Raketen in Gewässer nahe der US-Pazifikinsel Guam abzufeuern.

Von zys/RND/ap/dpa