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Politik im Rest der Welt Syrische Opposition erwägt Teilnahme an Konferenz
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20:15 09.11.2013
Istanbul

Die Syrische Nationale Allianz, das wichtigste Bündnis der syrischen Exil-Opposition, denkt nun offenbar doch über eine Teilnahme an der geplanten internationalen Friedenskonferenz nach. „Die Allianz wartet auf eine offizielle Einladung seitens der Vereinten Nationen für die Konferenz in Genf“, erklärte der Sprecher der Organisation, Chalid al-Saleh, gestern in Istanbul.

Das Bündnis begann am selben Tag in der türkischen Metropole Beratungen über die Teilnahme an dem in Genf geplanten Treffen. Das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hat bereits die Entsendung von Vertretern angekündigt.

In den syrischen Oppositionskreisen ist die Teilnahme umstritten. Viele Akteure wollen nicht mit Regimevertretern aus Damaskus am Konferenztisch sitzen, ohne dass ihnen der Rückzug Assads aus der Politik zugesichert wird.

Doch das Blatt im syrischen Bürgerkrieg hat sich in den vergangenen Monaten zugunsten des Assad-Regimes gewendet. Dessen Truppen und Milizen verzeichneten Terraingewinne. Der bewaffnete Widerstand weist hingegen Zeichen der Spaltung auf, droht ins Fahrwasser radikaler Islamisten zu geraten. Die USA, die noch vor einem Jahr einen „Regimewechsel“ in Damaskus gefordert hatten, scheinen sich nun mit einem Verbleib Assads im Amt abzufinden.

Offenbar haben die USA, die sich mit Russland auf eine Syrien-Konferenz geeinigt hatten, Druck gemacht: Vertreter der Exil-Allianz hatten am Vorabend der Istanbuler Beratungen den US-Diplomaten Robert Ford getroffen, der zuletzt Botschafter in Syrien war. Dabei drängte der US-Diplomat das Oppositionsbündnis zur Teilnahme an der Genfer Konferenz. Ursprünglich war dafür der Termin 23./24. November geplant.

LN

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