Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Tausende fliehen vor Vulkanen in Südostasien
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Tausende fliehen vor Vulkanen in Südostasien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:42 15.01.2018
Der Sinabung bricht seit 2015 immer wieder aus. Quelle: Ivan Damanik
Anzeige
Denpasar/Manila

Gleich mehrere Vulkane spucken in Südostasien Asche, Rauch und Lava und treiben Tausende zur Flucht. Allein auf den Philippinen wurden mehr als 14 000 Menschen in Sicherheit gebracht, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Zugleich mussten rund 3000 Menschen auf Papua-Neugineas Vulkaninsel Bam ihre Häuser verlassen, wie lokale Behörden mitteilten und Medien berichteten. Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali spuckt der Vulkan Agung Aschewolken in bis zu 2,5 Kilometer Höhe.

Seit Samstag ist der Vulkan Mayon auf den Philippinen aktiv und stößt Wolken aus glühendem Gas, Asche und Gesteinsfragmenten aus. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich aus der sieben Kilometer großen Gefahrenzone rund um den Vulkan fernzuhalten. „Wir beobachten, ob es eine Zunahme von Gas gibt, das den Druck erhöhen und so zu einem explosionsartigen Ausbruch führen könnte“, sagte der Chef des philippinischen Instituts für Vulkanforschung und Seismologie, Renato Soldium.

Eine gefährliche Eruption sei in den nächsten Tagen oder Wochen möglich, warnt das Institut. Der 2463 Meter hohe Vulkan brach zum letzten Mal 2013 aus. Damals kamen fünf Bergsteiger ums Leben.

Papua Neuguinea begann mit der Räumung von drei Inseln vor der Nordküste des Landes, wie Radio New Zealand berichtete. Anfang Januar war der Vulkan auf der nahegelegenen Insel Kadovar zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen ausgebrochen. Die von dem Vulkan ausgehenden Erdstöße brächten die Gefahr von Tsunamis, erklärten die Behörden. Die 700 Bewohner von Kadovar waren bereits in der vergangenen Woche in Sicherheit gebracht worden.

Auf Bali spie der Vulkan Agung Asche und Rauch. Der Ausstoß sei kurz gewesen und es habe keine Verletzten gegeben, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes mit. Der Betrieb am internationalen Flughafen verlaufe planmäßig. Rund 3200 Kilometer nördlich ist der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra in den vergangenen Tagen wieder ausgebrochen. Aufnahmen zeigen rotglühende Lava, die den Hang entlang herabfloss. Der Vulkan bricht seit 2015 immer wieder aus.

Alle Länder liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Immer wieder kommt es zu Terroranschlägen in Bagdad: Am Montag töteten zwei Attentäter mindestens 27 Menschen, indem sie sich mit Sprengstoffwesten in die Luft sprengten.

15.01.2018

Ganz aus dem Weg gehen kann Papst Franziskus seinem Heimatland Argentinien nicht – zumindest überfliegen muss er es. Doch die eigentlichen Ziele seiner Südamerika-Reise liegen auf der anderen Seite der Anden. Während spekuliert wird, warum der Papst wieder seine Heimat meidet, warten in Chile und Peru heikle Themen und Feindseligkeiten auf ihn.

15.01.2018

Die Terrorgefahr in Deutschland bleibt unverändert hoch – Attentäter schlagen vor allem in großen Städten zu. Deshalb soll die Spezialeinheit GSG9, die bisher in Sankt Augustin-Hangelar bei Bonn stationiert ist, auch in Berlin einen Stützpunkt erhalten. Dafür soll die Truppe der Bundespolizei um ein Drittel aufgestockt werden. Leicht ist es nicht, geeigneten Nachwuchs zu finden.

27.04.2018
Anzeige