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Politik im Rest der Welt Tausenden Patienten werden Leistungen verwehrt
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22:25 01.07.2013
Von Gabi Stief

Patienten haben Rechte; aber die Unkenntnis über diese Rechte ist nach wie vor groß: Zu diesem Schluss kommt die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) in ihrem ersten Jahresbericht. Jede dritte von 14 500 Beschwerden, die binnen eines Jahres registriert wurden, betraf die Durchsetzung von Patientenrechten.

Besonders häufig ging es dabei um die Einsicht in die eigenen Krankenunterlagen, die von Ärzten unrechtmäßig verwehrt wurde, oder um das Krankengeld, das die Krankenkasse nicht mehr zahlen wollte.

Sechs von zehn Patienten beklagten, dass sie über ihre Rechte nicht oder nur unzureichend informiert würden. „Viele Patienten haben nicht das Gefühl, dass ihnen im Medizinbetrieb auf Augenhöhe begegnet wird“, sagte UPD-Geschäftsführer Sebastian Schmidt-Kaehler. Über mangelnde Nachfrage kann die UPD nicht klagen. Binnen eines Jahres führten die Mitarbeiter mehr als 75 000 Beratungsgespräche. Der 56-seitige Monitor liefert einen Eindruck von den Sorgen und Nöten vieler Patienten, ohne repräsentativ sein zu wollen.

So war nicht nur der Umgang mit der Patientenakte häufig Anlass für Beschwerden; auch über die Frage, welche Leistungen den Patienten zustehen, herrscht oft Unwissenheit. Immer wieder mussten die Berater feststellen, dass niedergelassene Ärzte unberechtigt Heilmittel verweigern. Viele Ratsuchende beklagten sich darüber, dass sie nicht ausreichend über die Kosten einer ärztlichen oder zahnärztlichen Privatleistung oder Zuzahlungen informiert wurden. Die Krankenkassen sorgten vor allem beim Thema „Krankengeld“ für Unmut. Viele Patienten klagten den Beratern, dass sie sich von den Krankengeld-Fallmanagern ihrer Kasse belästigt fühlten.

Gabi Stief

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