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Politik im Rest der Welt Terror-Ermittlungen in Brüssel und London
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22:15 26.08.2017
Ein Polizeiwagen steht am Tatort in Brüssel. Quelle: Foto: Dieffembacq/dpa

Nach einem Messerangriff auf Soldaten im Zentrum von Brüssel gehen die Ermittler von einem Terrorakt aus. Der am Freitagabend erschossene Angreifer habe neben der Stichwaffe auch die Attrappe einer Feuerwaffe und zwei Ausgaben des Koran bei sich gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Auch nach einer Messer-Attacke eines Einzeltäters vom gleichen Abend vor dem Buckingham-Palast in London hat eine Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen übernommen, das teilte Scotland Yard mit.

In Brüssel hatte ein 1987 geborene Belgier somalischer Abstammung „Allahu akbar“ (Gott ist groß) gerufen, als er drei Angehörige einer Militärpatrouille von hinten mit einem Messer attackierte. Zwei von diesen wurden leicht verletzt. Einer der Soldaten eröffnete das Feuer auf den Angreifer und traf ihn zwei Mal. Der Mann starb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

„Die Ereignisse wurden als versuchter terroristischer Mord eingestuft“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ein auf Terrorismus spezialisierter Ermittlungsrichter habe den Fall übernommen. In der Nacht sei die Wohnung des mutmaßlichen Attentäters in Brügge durchsucht worden. Der Mann hatte seit 2004 in Belgien gelebt und 2015 die belgische Staatsangehörigkeit erhalten. Er war nach offiziellen Angaben vorher nicht wegen terroristischer Aktivitäten bekannt, war aber im Februar wegen einer unpolitischen Gewalttat aufgefallen.

In London hatte ein 26-Jähriger am Abend mit seinem Fahrzeug direkt vor einem Polizeifahrzeug am zentralen Kreisverkehr vor dem Buckingham-Palast gestoppt. Als ihn drei unbewaffnete Polizisten kontrollieren wollten, hatte er mehrfach „Allahu akbar“ gerufen und versucht, an ein gut 1,20 Meter langes Schwert in seinem Auto zu gelangen. Er wurde mit Tränengas außer Gefecht gesetzt und festgenommen. Anders als in Brüssel waren die Sicherheitskräfte hier aber nicht gezielt angegriffen worden. Polizeisprecher Dean Haydon erklärte: „Wir glauben, dass der Mann allein gehandelt hat und suchen derzeit nicht nach anderen Verdächtigen.“

LN

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