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Politik im Rest der Welt Terrorverdächtiger soll monatelang in Türkei gewesen sein
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Terrorverdächtiger soll monatelang in Türkei gewesen sein
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17:42 11.10.2016
Der 22-Jährige war seit einer Anti-Terror-Razzia am Samstag in Chemnitz auf der Flucht. Quelle: Hendrik Schmidt
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Leipzig/Berlin

Der unter Terrorverdacht in Leipzig festgenommene Syrer Dschaber al-Bakr soll sich vor seinen Anschlagsvorbereitungen in der Türkei aufgehalten haben.

Der 22-jährige mutmaßliche Bombenbauer habe Deutschland im Frühjahr bis zum Spätsommer verlassen, berichtete die „Welt“ am Dienstag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Geprüft wird demnach auch, ob er von der Türkei aus nach Syrien reiste und sich dort in einem Ausbildungslager islamistischer Terroristen schulen ließ. Vor dem Hintergrund des Falls ist eine Diskussion über mehr Kompetenzen für die Geheimdienste bei der Überprüfung von Flüchtlingen entbrannt.

Laut „Welt“ kehrte Al-Bakr erst Ende August nach Deutschland zurück. Nach Angaben der Behörden wurde er seit Mitte September vom Verfassungsschutz beobachtet, nachdem es Hinweise auf Anschlagsplanungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Infrastruktureinrichtungen in Deutschland gegeben habe. Zuletzt war er im nordsächsischen Eilenburg gemeldet. Aus der Wohnung dort war er aber nach Angaben von Nachbarn schon vor rund einem Jahr ausgezogen.

Nach seiner Rückkehr aus der Türkei hat der Syrer dem „Welt“-Bericht zufolge nach einer neuen Wohnung in Sachsen gesucht. Dabei soll er andere Asylbewerber um Hilfe gebeten haben, die allerdings misstrauisch geworden seien. Auch habe er über auffällig viel Bargeld in US-Dollar verfügt, hieß es.

1,5 Kilogramm hochgefährlichen Sprengstoff
Die drei Syrer

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU) dankte auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) den Syrern für ihre Hilfe. „Sie hätten „mit ihrem beherzten persönlichen Eingreifen entscheidend dazu beigetragen“, Al-Bakr „dingfest“ zu machen. „Herr Jung würde sich gern mit den drei Neu-Leipzigern persönlich treffen“, sagte sein Sprecher. Allerdings wisse man nicht, wo die Syrer derzeit seien und wie man mit ihnen in Kontakt treten könne.

lückenlosen Überprüfung aller Flüchtlinge
pauschalen Verdacht gegen geflüchtete Menschen

dpa

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