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Politik im Rest der Welt Tödliche Strahlung an Wassertanks
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23:15 02.09.2013
Der japanische Industrieminister inspiziert die Atomrunine. Quelle: Foto: AFP

Gewaltige Massen hochgradig verstrahlten Kühlwassers in der japanischen Atomruine Fukushima stellen eine immer größere Gefahr dar. Nach einem Leck an einem Tank mit Hunderten Tonnen Wasser wurden weitere Leckagen mit einer tödlichen Strahlendosis entdeckt. Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco am Wochenende mitteilte, lagen die an einem undichten Tank ermittelten Werte bei 1800 Millisievert pro Stunde. Ist ein Mensch dieser Strahlung etwa vier Stunden lang ausgesetzt, stirbt er.

Die 1800 Millisievert pro Stunde sind das 18-fache dessen, was an derselben Stelle bei einer Messung Ende August ermittelt wurde, wie Tepco mitteilte. Nach Konzernangaben hatten die Arbeiter jedoch damals Messinstrumente, die überhaupt nur bis zu 100 Millisievert erfassen konnten. Einem Tepco-Sprecher zufolge handelt es sich allerdings vor allem um weniger belastende Beta-Strahlung. Mit entsprechender Schutzkleidung könnten sich Arbeiter in der Anlage leicht dagegen schützen, versicherte er.

Zudem wurde an einer Leitung zwischen zwei Kühltanks eine undichte Stelle gefunden, aus der laut Tepco ebenfalls stark radioaktiv belastetes Wasser austritt. Es wies demnach Werte von 230 Millisievert pro Stunde auf. Die japanische Atomaufsicht hat die Probleme als „ernste Störfälle“ eingeordnet.

Die japanische Regierung will Tepco jetzt im Kampf gegen den massiven Anstieg der Strahlenbelastung helfen. Die konkreten Maßnahmen sollen heute bei einem Ministertreffen vorgestellt werden, teilte ein Regierungssprecher mit.

Das Nationalen Olympische Komitee von Japan glaubt nicht, dass die neuen Störfälle kurz vor der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 am 7. September negative Auswirkungen auf die Bewerbung Tokios haben werden. „Fukushima stellt für Tokio kein Risiko dar. Das tägliche Leben läuft ganz normal weiter“, sagte Komitee-Präsident Tsunekazu Takeda.

LN

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