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Politik im Rest der Welt Trauerakt für in Mali abgestürzte Soldaten
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18:22 03.08.2017
Zwei Bundeswehrsoldaten des Kampfhubschrauberregiments 36 aus Fritzlar waren im westafrikanischen Mali bei einem Absturz ihres Kampfhubschraubers Tiger gestorben. Quelle: Swen Pförtner
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Fritzlar

Bei einer Trauerfeier im nordhessischen Fritzlar haben rund 1000 Menschen der beiden bei einem Hubschrauberabsturz in Mali umgekommenen Soldaten gedacht.

Die Zeremonie fand am Donnerstag in der Domstadt unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zur noch ungeklärten Absturzursache sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nichts. Sie bezeichnete die beiden umgekommenen Piloten aber als „Könner ihres Fachs“. „Wir verneigen uns vor diesem höchsten Opfer, das sie im Namen der Bundesrepublik Deutschland erbracht haben“, erklärte sie.

Der 33-jährige Major und der 47-jährige Stabshauptmann aus Nordhessen waren am Mittwoch vor einer Woche im westafrikanischen Mali ums Leben gekommen. Ihre Särge wurden nach Deutschland überführt und am Donnerstag begleitet von einer Totenwache der Bundeswehr in den Fritzlarer Dom Sankt Peter gebracht. Am Mittag nahmen zunächst nur die Angehörigen in der Kirche Abschied.

Danach begann die Trauerfeier im Kreis der Familie, engster Freunde, von Vertretern der Bundeswehr sowie der Politik. Darunter waren auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker. Trauergäste legten Rosen nieder, die Angehörigen standen Arm in Arm an den Särgen. Vor der Kirche verfolgten Fritzlarer und zahlreiche Soldaten die Zeremonie auf einer Leinwand.

Verteidigungsministerin von der Leyen bezeichnete die umgekommenen Soldaten als „hoch dekoriert“ und einsatzerfahren. Der Stabshauptmann habe den Flugbetrieb des Kampfhubschraubers Tiger in Fritzlar mit aufgebaut und sei einer der ersten sechs ausgebildeten Tiger-Piloten seines Regiments gewesen. Auch Volker Bauersachs, Kommandeur des Regiments, zu dem die Soldaten gehören, erklärte: „Wenn diese Besatzung den Absturz nicht abwenden konnte, dann hätte es keiner vermocht.“

Zweifel an der UN-Mission in Mali zeigte Ministerin von der Leyen nicht: Der Einsatz sei gefährlich. Aber er sei auch von hoher Bedeutung „für ein Land, von dem wir nur durch zwei Staaten getrennt sind“, sagte sie.

Nach der Trauerfeier wurden die Särge aus dem Dom gebracht. Wann und wo sie bestattet werden, dazu machte die Bundeswehr keine Angaben.

dpa

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