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Politik im Rest der Welt Trotz Wohnraumnot: Bund verkauft Millionen Quadratmeter zum Höchstpreis
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22:38 14.10.2015
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Berlin

Der Verkauf erfolgte in der Regel im öffentlichen Höchstgebotsverfahren an private Investoren. Das geht aus einer von Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) vorgelegten Statistik für die Zeit von 2005 bis 31. August 2015 hervor, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören (darunter die Lübecker Nachrichten), berichtet. Die genannten Zahlen beträfen nur abgeschlossene Kaufverträge, da die Anzahl der „verkauften aufstehenden Gebäude nicht statistisch erfasst“ würde.

Gleichzeitig fehlen aber in Deutschland nach Schätzungen des Deutschen Mietervereins rund vier Millionen Wohnungen für Durchschnittsverdiener. Die deutsche Bauwirtschaft veranschlagt aktuell den Bedarf an jährlichem Zubau von einfacheren Wohnungen auf 350.000 bis 400.000.

Katja Kipping, Vorsitzende der Linksfraktion, sagte dem RND, dass angesichts des Zuzugs von vielen Hunderttausend Schutzsuchenden der Wohnraumbedarf noch deutlich steigen werde. „Der Bund steht in der Verantwortung, Immobilienspekulation und fortwährende Mietenexplosionen zu verhindern. Er muss deshalb öffentliche Liegenschaften vorrangig an öffentliche Käuferinnen wie die Bundesländer und Kommunen verkaufen, und zwar zum Verkehrswert.“ Es sei ein politisch falsches Signal, öffentliche Grundstücke zum Höchstgebotsverfahren „an private Immobilienhaie abzutreten“.

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