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Trump bleibt TV-Debatte der Republikaner fern

Des Moines/Washington Trump bleibt TV-Debatte der Republikaner fern

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump soll für den Auftritt bei der jüngsten TV-Diskussion einen Millionenbetrag für seine Stiftungen gefordert haben. Doch obwohl der Sender Fox News dies ablehnte - am Ende erreichte der 69-Jährige sein Ziel.

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Donald Trump spricht nicht mit jedem.

Quelle: Larry W. Smith

Des Moines. Kurz vor der ersten Vorwahl um die US-Präsidentschaftskandidatur in Iowa hat Donald Trump seinen republikanischen Konkurrenten noch einmal die Schau gestohlen. Der Immobilienunternehmer blieb der TV-Debatte der Republikaner in Des Moines (Iowa) fern.

Die sieben Bewerber, die in Umfragen hinter Trump liegen, debattierten zwar ohne ihn wesentlich sachorientierter. Trump bekam jedoch viel Aufmerksamkeit, als er zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in Des Moines auftrat, um Geld für Veteranen zu sammeln.

Trump hatte wenige Tage vor der Debatte in Des Moines angekündigt, dass er sie boykottieren werde. Hintergrund ist ein Streit des 69-Jährigen mit dem Sender Fox News, der das Treffen veranstaltete. Trump war in einer früheren TV-Debatte mit der Moderatorin Megyn Kelly aneinandergeraten. Sie gehörte auch am Donnerstag zum Moderatorenteam bei der Bewerber-Debatte.

In Iowa finden am 1. Februar die ersten innerparteilichen Vorwahlen statt. Trump liegt in Umfragen vorne, gefolgt von seinem erzkonservativen Kontrahenten Ted Cruz aus Texas.

Nach Angaben des US-Senders Fox News hatte Trump fünf Millionen Dollar Spenden für seine Teilnahme an der TV-Debatte gefordert. Die umgerechnet 4,6 Millionen Euro sollten an Trumps Stiftungen fließen. Der Sender habe das Anliegen zurückgewiesen, weil Gegenleistungen für den Fernsehauftritt nicht möglich seien, hieß es.

Man habe am Tag der Debatte drei Mal Kontakt mit Trump gehabt. Der 69-Jährige erklärte, Fox habe ihn mehrfach angerufen. „Sie hätten es sehr gern gehabt, dass ich an der Debatte teilnehme.“

Die Diskussion der sieben anderen Bewerber - Ted Cruz, Marco Rubio, Jeb Bush, John Kasich, Ben Carson, Chris Christie und Rand Paul - drehte sich vorrangig um die Themen Außenpolitik und Sicherheit.

Cruz und Rubio griffen sich gegenseitig für ihre Haltung zur Einwanderung an. Bush hielt beiden ihre Pläne vor, zehn Millionen illegal eingereisten Menschen die US-Staatsbürgerschaft zu ermöglichen.

Alle Bewerber sprachen sich dafür aus, den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu intensivieren. „Ich werde den Terrorismus bekämpfen, ISIS verfolgen, sie jagen, wo auch immer sie sind, und sie ein für alle Mal zerstören“, erklärte Cruz. ISIS ist der alte Name des IS. Rubio erklärte, er werde radikale Islamisten in das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo schicken. „Wir werden sie jagen, wo immer sie sind, und wenn wir sie lebend bekommen, kommen sie nach Guantánamo“, sagte der Senator von Florida.

Auch der abwesende Trump war Thema. So erklärte Jeb Bush zu Beginn ironisch: „Ich vermisse ihn irgendwie. Ich wünschte, er wäre hier. Er war wie ein Teddybär für mich.“

Hillary Clinton - Ex-Außenministerin und Bewerberin bei den Demokraten - kommentierte die Debatte auf Twitter so: „Viele Streitereien, keine wirklichen Pläne, um Familien zu stärken oder unsere Sicherheit zu gewährleisten.“

Trump wurde bei seiner Konkurrenzveranstaltung von den Bewerbern Rick Santorum und Mike Huckabee unterstützt. Beide sind chancenlos im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur.

Auf Twitter teilte Trump später mit, er habe bei seiner eigenen Veranstaltung sechs Millionen Dollar eingesammelt. Davon habe der 69-Jährige eine Million Dollar persönlich gestiftet, teilte sein Wahlkampfteam auf Trumps Webseite mit.


Donald Trump bei Twitter
Mitteilung Fox News

dpa

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