Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Turkmenistan will Haftbedingungen überprüfen lassen

Berlin Turkmenistan will Haftbedingungen überprüfen lassen

Turkmenistan ist politisch ähnlich abgeschottet wie Nordkorea. Wirtschaftlich sucht die Ex-Sowjetrepublik aber nach stärkeren Kontakten in den Westen. Das führte jetzt zu einem ungewöhnlichen Besuch im Berliner Kanzleramt.

Berlin. Die autoritäre Regierung Turkmenistans will ausländische Diplomaten ins Land lassen, um die von Menschenrechtsorganisationen kritisierten Haftbedingungen überprüfen zu lassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow verständigten sich bei einem Treffen in Berlin darauf, dass die Außenminister beider Länder solche Kontrollen vorbereiten.

Die ehemalige Sowjetrepublik Turkmenistan ist fast so abgeschottet wie Nordkorea und betreibt auch einen ähnlichen Personenkult. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch prangert vor allem das Verschwinden Dutzender Menschen in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren sowie Einschränkungen der Pressefreiheit und willkürliche Ausreiseverbote an. Auf der Rangliste von Reporter ohne Grenzen zur Pressefreiheit in 180 Ländern steht Turkmenistan auf dem drittletzten Platz.

Der Staatschef Berdimuhamedow wies die Vorwürfe zurück. „Niemand wird benachteiligt in nationalen Rechtsfragen oder auch in religiösen oder Genderfragen“, sagte er. Die Gesetzgebung garantiere menschenwürdige Lebensverhältnisse und in seinem Land werde „konsequent ein Mehrparteiensystem“ entwickelt.

Merkel würdigte „eine Reihe von positiven Entwicklungen“ im gesellschaftlichen Bereich in Turkmenistan und nannte als Beispiele ein Aktionsprogramm für Menschenrechte und die Absicht, einen Ombudsmann zu dem Thema einzusetzen.

Der Schwerpunkt der Gespräche war die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem zentralasiatischen Land mit riesigen Gasvorkommen. Noch am Montag sollte ein Doppelbesteuerungsabkommen beschlossen werden. Merkel schlug zudem eine Investorenkonferenz vor.

Berdimuhamedow sieht in den Bereichen Energie, Verkehr, Hightech, Bankensysteme und Medizin Kooperationsmöglichkeiten. Er lud Merkel zu einem Gegenbesuch in seinem Land ein, „zu einer Zeit, die in ihren Zeitplan passt“.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik im Rest der Welt
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den November 2016.

Was für einen Adventskalender haben Sie?

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.

TV-Vorschau

Unsere Kolumne zeigt, wo sich das Einschalten lohnt.

Sonntagsreden

Von Börse bis Fußballplatz - Blogs unserer "Edelfedern".

Kreuzwort

Auch online wartet täglich ein neues Rätsel auf Sie. Jetzt rätseln!

Sudoku

Bleiben Sie geistig aktiv – mit japanischem Gehirnjogging.