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Politik im Rest der Welt US-Polizei zeigt Todes-Video
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20:15 01.10.2016
Das Standbild, das die Polizei zunächst veröffentlichte. Nach dem Tod des 38-jährigen Olango kam es in Kalifornien zu schweren Unruhen.

. Nach tagelangen Protesten gegen den Tod eines Schwarzen durch Polizeischüsse in Kalifornien hat die Polizei Videoaufnahmen von dem Vorfall veröffentlicht. Auf den Bildern eines Handys und einer Überwachungskamera ist die Tötung des 38-jährigen Alfred Olango in El Cajon, einem Vorort von San Diego, zu sehen. Die Polizei will mit der Veröffentlichung „Falschinformationen“ über den Einsatz widerlegen.

Bei dem Vorfall auf einem Parkplatz in El Cajon in der Nacht zum Mittwoch hatte Olango, dessen Familie vor 25 Jahren aus Uganda in die USA geflohen war, nach Polizeiangaben einen „Gegenstand“ aus der Tasche gezogen und wie eine Waffe auf die Beamten gerichtet. Die zwei Polizisten eröffneten daraufhin das Feuer. Später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Objekt lediglich um eine E-Zigarette handelte. Eine Schusswaffe hatte Olango nicht bei sich.

Nach dem Vorfall war es in El Cajon zu Protesten gekommen, die zunächst friedlich verlaufen waren. Am Donnerstag besetzten die Demonstranten dann jedoch eine Straßenkreuzung und bewarfen Polizisten mit Steinen und Glasflaschen. Die Polizei setzte Tränengas ein, es gab mehrere Festnahmen. Um die Situation aufzuklären und „die Bedenken der Öffentlichkeit hoffentlich zu zerstreuen“, veröffentlichte die Polizei nun die Videoaufnahmen; die beteiligten Polizisten, die beide mehr als 20 Dienstjahre hinter sich haben, wurden für die Dauer der Ermittlungen beurlaubt.

Die Polizei war am Dienstagabend von Olangos Schwester gerufen worden, weil ihr Bruder ziellos durch den Straßenverkehr irrte. Nach dem Vorfall wurde im Internet ein Video verbreitet, in dem offenbar Olangos Schwester zu sehen ist. Die aufgelöste Frau sagt in dem Video, sie habe die Polizei gerufen, damit diese ihrem psychisch labilen Bruder hilft: „Ihr habt ihn vor meinen Augen getötet.“

LN

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