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Politik im Rest der Welt US-Republikaner Moore ficht Wahlergebnis in Alabama an
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18:02 28.12.2017
Roy Moore hatte die Nachwahl in Alabama am 12. Dezember überraschend gegen Doug Jones verloren. Er weigert sich seither, die Niederlage anzuerkennen. Quelle: Brynn Anderson
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Montgomery

Der bei der Senatswahl im US-Bundesstaat Alabama unterlegene republikanische Kandidat Roy Moore hat Einspruch gegen das Ergebnis erhoben.

Der 70-Jährige reichte am späten Mittwochabend (Ortszeit) eine Beschwerde bei einem Gericht in Montgomery ein und forderte eine Untersuchung auf möglichen Wahlbetrug. Es habe Unregelmäßigkeiten gegeben, erklärte er.

Der Ex-Richter wollte damit in letzter Minute verhindern, dass der Demokrat Doug Jones offiziell zum Sieger der Wahl erklärt wird. Eine Kommission des Bundesstaates wollte sich am Donnerstag um 13.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MEZ) treffen, um dies zu tun. Alabamas oberster Wahlbeamter John Merrill sagte dem Sender CNN, dass Moores Beschwerde nichts daran ändern werde. Die Kommission werde Jones zum Sieger erklären. Vizepräsident Mike Pence werde den Demokraten am 3. Januar vereidigen.

Moore hatte die Nachwahl in dem Südstaat am 12. Dezember überraschend gegen Jones verloren. Er weigert sich seither, die Niederlage anzuerkennen. Der Abstimmung war ein erbitterter Wahlkampf vorausgegangen. Moore ist wegen seiner stramm konservativen Positionen höchst umstritten. Mehrere Frauen werfen ihm zudem sexuelle Belästigung vor. Er bestreitet das und spricht von einer Schmierkampagne seiner politischen Gegner.

Seiner Beschwerde bei Gericht fügte Moore eine eidesstaatliche Erklärung bei, wonach er sich einem Lügendetektortest unterzogen habe. Dieser habe bestätigt, dass die Vorwürfe „komplett falsch“ seien.

Viele Republikaner in Washington waren im Wahlkampf auf Distanz zu dem ehemaligen Richter gegangen. Für die Konservativen ist Moores Niederlage schmerzlich: Ihre Mehrheit im Senat schrumpft damit auf 51 zu 49 Stimmen.

dpa

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