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Politik im Rest der Welt US-Waffenlobby NRA feiert Trump
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21:14 21.05.2016
Einst Kritiker totaler Waffenfreiheit, jetzt total dafür: Donald Trump beim Kongress der US-Waffenlobby. Quelle: Scott Olson/afp

. Die mächtige Waffenlobby National Rifle Association (NRA) hat sich im Rennen um die US-Präsidentschaft klar hinter den voraussichtlich für die Republikaner antretenden Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gestellt: „Im Namen der Tausenden von Patrioten in diesem Saal, der Millionen von Mitgliedern der NRA“ gebe er offiziell die Unterstützung seiner Organisation für Trump bekannt, sagte der politische Chef der Organisation, Chris Cox, gestern Nacht in Louisville im Bundesstaat Kentucky.

Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär versprach anschließend auf der Jahresversammlung der finanzkräftigen Lobbyvereinigung, dass er das in der US-Verfassung festgeschriebene Recht auf Waffenbesitz verteidigen wolle. „Ich werde Euch nicht hängen lassen“, sagte Trump unter heftigem Applaus. Er selbst sei langjähriges Mitglied der NRA und einer von Millionen Amerikanern, die eine Erlaubnis zum Tragen von Feuerwaffen hätten.

Zugleich griff der Republikaner die wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, an. Diese sei die „waffenfeindlichste“ Kandidatin der Geschichte, eine „Diktatorin“, die das Grundrecht auf Waffenbesitz abschaffen wolle, sagte Trump.

Schätzungen zufolge befinden sich in den USA mehr als 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. Präsident Barack Obama unternahm – auch angesichts der Serie von Amokläufen mit zahlreichen Toten – in den vergangenen Jahren diverse Anläufe, den Waffenbesitz strikter zu regulieren, scheiterte damit aber am Widerstand vor allem der Republikaner im Kongress.

Zuletzt kündigte Obama zu Beginn des Jahres eine neue Initiative an, mit der unter Umgehung des Kongresses eine schärfere Überprüfung von Schusswaffenkäufern durchgesetzt werden soll. Diese Maßnahmen, zu denen auch Einschränkungen beim Waffenhandel im Internet gelten, will Trump nach eigenen Angaben zurücknehmen.

Trumps mutmaßliche Gegenkandidatin Clinton dagegen will am Kurs ihres Parteifreundes Obama anknüpfen. Sie hat dafür plädiert, dass die USA ihre Haltung zum privaten Waffenbesitz generell revidieren müssten.

LN

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