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USA: Kreml greift in Wahlkampf ein

USA: Kreml greift in Wahlkampf ein

Moskau weist Vorwürfe wegen Cyberangriffen als „Quatsch“ zurück.

Washington. Russische Hacker nehmen nach Überzeugung der US-Regierung mit dem Segen des Kremls gezielt Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung des Heimatschutzministeriums und des Büros des nationalen Geheimdienstdirektors belastet die ohnehin gespannten Beziehungen beider Länder noch mehr. Darin geben die US-Behörden ihre bisherige Zurückhaltung auf und beschuldigen Russland direkt, hinter den Angriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen zu stehen.

Bisherige Enthüllungen durch Wikileaks und andere Plattformen stünden „im Einklang mit den Methoden und Motivationen Russlands“, hieß es in der Erklärung. „Diese Diebstähle und Enthüllungen zielen auf Einmischung in den US-Wahlprozess ab.“ Nur „Russlands ranghöchste Beamte“ hätten die Angriffe genehmigen können.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Vorwürfe als „Quatsch“. Die Website von Präsident Wladimir Putin werde täglich von Zehntausenden Hackern angegriffen, sagte er. Viele Spuren ließen sich in die USA zurückverfolgen. Aber man beschuldige deswegen nicht jedes Mal das Weiße Haus oder die CIA.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im August gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der US-Demokraten veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf stark zugunsten von Hillary Clinton und gegen ihren Rivalen Bernie Sanders voreingenommen war. Die Enthüllungen führten zum Rücktritt von Parteichefin Debbie Wasserman Schultz.

Später wurde bekannt, dass der Hackerangriff auf die Demokraten noch umfangreicher war. Schon damals verdächtigten Experten und Regierungskreise russische Hacker mit Verbindungen zu Regierungsorganisationen.

Am Freitag stellte Wikileaks nun den ersten Teil einer riesigen Dokumentensammlung ins Netz, die MailKorrespondenzen von Clintons Wahlkampfchef John Podesta umfassen soll. Im vollständigen Fundus seien auch Mails an und von Clinton enthalten, schrieb WikileaksGründer Julian Assange in einem Begleittext.

LN

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