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Politik im Rest der Welt USA drängen Bündnispartner zu stärkerem Kampf gegen den IS
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05:34 05.05.2016
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Stuttgart

Die USA drängen die Bündnispartner zu einem stärkeren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

„Die Koalition muss und kann mehr tun“, sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter nach einem Treffen mit zehn Verteidigungsministern der Anti-IS-Allianz in Stuttgart. Er brachte auch einen Einsatz der Nato ins Spiel, die sich bisher heraushält.

Deutschland will sich weiter nicht direkt an Kampfhandlungen beteiligen, aber die Ausbildung von Kämpfern, Waffenlieferungen und Aufklärungsflügen verstärkt fortsetzen. „Keiner kann alles machen“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Deutschland solle „nicht über den Rahmen hinausgehen, den wir uns selber gesteckt haben“.

Der Anti-IS-Koalition gehören mehr als 60 Staaten an, die sehr unterschiedliche Beiträge leisten. Die Allianz hat nach eigenen Angaben fast 12 000 Luftangriffe gegen den IS in Syrien und im Irak geflogen. Für 9000 davon war die US-Luftwaffe verantwortlich. Aber auch Jets aus Frankreich, Großbritannien, Saudi-Arabien, Jordanien, den Emiraten, der Türkei und anderen Staaten bombardierten den IS.

Die Bundeswehr hat den Kurden im Nordirak seit September 2014 insgesamt 1800 Tonnen Waffen und Ausrüstung geliefert. In den nächsten Wochen soll es Nachschub geben. 130 deutsche Soldaten bilden im Nordirak kurdische Kämpfer aus. Zudem unterstützen sechs „Tornado“-Aufklärungsflugzeuge und ein Tankflugzeug die Luftangriffe der internationalen Allianz gegen den IS. Der irakischen Regierung sagte von der Leyen Hilfe beim Räumen von Minen zu und stellte einen Kredit für den Wiederaufbau in Aussicht.

Carter stellte die internationale Allianz auf eine lange Auseinandersetzung ein. „Dieser Kampf ist weit von einem Ende entfernt und es gibt große Risiken“, sagte er. Am Dienstag war ein US-Soldat in der Nähe des nordirakischen Mossul im Gefecht mit dem IS getötet worden. Auf die Frage, was die Nato tun könne, erwähnte Carter den möglichen Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen.

dpa

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