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USA planen angeblich Cyberangriff auf Russland

Washington/Moskau USA planen angeblich Cyberangriff auf Russland

CIA soll bereits potenzielle Ziele ausgewählt haben.

Washington/Moskau. Nach jüngsten Hackerangriffen auf politische Institutionen in den USA erwägt Washington angeblich, sich mit einer groß angelegten Cyber-Attacke gegen Russland zu revanchieren. Damit könnte der Führung in Moskau ein Denkzettel für die ihr vorgeworfene Manipulation des US-Wahlkampfs erteilt werden, berichtete der Sender NBC News unter Berufung auf mehrere Geheimdienstquellen. Der Auslandsgeheimdienst CIA sei beauftragt worden, dem Weißen Haus mehrere Optionen für heimliche Cyberattacken vorzulegen, die den Kreml empfindlich treffen und „bloßstellen“ könnten. Die Führung in Moskau reagierte empört.

In dem Bericht wurden keine konkreten Strategien erwähnt, allerdings soll die CIA bereits potenzielle Ziele ausgewählt haben. Frühere Geheimdienstmitarbeiter eröffneten NBC News demnach, dass die Central Intelligence Agency (CIA) Dokumente gesammelt habe, die zwielichtige Taktiken von Kremlchef Wladimir Putin ans Licht bringen könnten.

US-Vizepräsident Joe Biden sagte in Fernsehen: „Wir senden eine Botschaft“ an Russland – und zwar „zu einem Zeitpunkt unserer Wahl und unter den Umständen, die die größte Wirkung entfalten werden“.

Auf die Frage, ob die Öffentlichkeit von diesem Schritt erfahren werde, antwortete Biden: „Ich hoffe nicht.“ Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow kritisierte die angeblichen Pläne. „Das ist schon am Rande der Grobheit“, sagte der Kremlmitarbeiter. „Falls das geschieht, werden wir natürlich reagieren“, warnte Uschakow der Agentur Tass zufolge.

Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist – unter anderem wegen des Syrien-Kriegs – seit Monaten gespannt. Zusätzlich belastet wurden die Beziehungen zuletzt durch Vorwürfe aus Washington, Moskau mische sich mit Hackerangriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen in den laufenden US-Präsidentschaftswahlkampf ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete diese Anschuldigung als Unsinn.

LN

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