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Politik im Rest der Welt Union und SPD wollen Moratorium für Fracking
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23:15 08.11.2013
Berlin

In Deutschland wird es vorerst keine Förderung von Schiefergas nach der so genannten Fracking-Methode geben. Die Unterhändler von Union, Katherina Reiche (CDU), und SPD, Ute Vogt, verständigten sich gestern in der Arbeitsgruppe Umwelt auf ein bundesweites Moratorium dieser Technologie zur Förderung von Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten. Die konventionelle Erdgas-Förderung in Deutschland ist davon jedoch nicht betroffen, sagte Reiche.

Die SPD-Umweltpolitikerin Vogt sagte, Fracking bleibe so lange ausgesetzt, bis eindeutig geklärt sei, dass diese Technologie weder umwelt- noch gesundheitsgefährdend ist. Nun liege der Ball bei der Wirtschaft, die neue unbedenkliche Förderverfahren entwickeln müsse. Auch Erkundungsbohrungen für das in Gestein gespeicherte Gas wird es nach dem Willen der künftigen schwarz-roten Koalition nicht geben.

In vielen Regionen Deutschlands gibt es zum Teil heftige Bürgerproteste gegen Fracking. Die Koalitionspartner haben nun beschlossen, dass „Trinkwasser und Gesundheit... für uns absoluten Vorrang haben“. Das Fracking-Moratorium gelte, „bis ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen sind“. Vor allem wird der Einsatz giftiger Chemikalien bei einer Schiefergasförderung verboten.

Reinhard Zweigler

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