Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Verfassungsschutz befürchtet russische Cyber-Attacken
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Verfassungsschutz befürchtet russische Cyber-Attacken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 04.07.2017
Anleitungen zum Bombenbau aus der islamistischen Szene. Quelle: Thomas Frey
Anzeige
Berlin

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einer Beeinflussung der Bundestagswahl durch russische Cyber-Attacken auf deutsche Parteien und Politiker.

In der Folge müssten Opfer der „Ausspähung vertraulicher E-Mails oder sonstiger sensibler Daten jederzeit damit rechnen, dass brisante oder kompromittierende Sachverhalte publik gemacht werden“, zitiert die „Bild“-Zeitung aus dem neuen Verfassungsschutzbericht, der an diesem Dienstag in Berlin vorgestellt wird.

Danach befürchten die Sicherheitsbehörden insgesamt eine weitere Zunahme von Cyber-Angriffen aus China und Russland. „Russland und China wurden mehrfach als Angreifer erkannt“, heißt es in dem Bericht. Die Nachhaltigkeit und Zielauswahl der zuletzt entdeckten Angriffe zeige „deutlich den Versuch, Politik und Bundesverwaltung strategisch auszuspionieren“. Besonders im Visier stehen demnach das Auswärtige Amt, die deutschen Botschaften, das Bundesfinanz- und das Wirtschaftsministerium. Aber auch Kanzleramt und Bundeswehr seien zunehmend „im Fokus der Angreifer“.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen stellen den Bericht heute in Berlin vor. Zu den Schwerpunkten zählen die Gefahren des Islamismus, der Links- und Rechtsextremismus in Deutschland und die „Reichsbürger“-Szene. Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet diese Bewegung seit November 2016. Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an und behaupten, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

In dem Bericht warnt der Verfassungsschutz vor einer steigenden Gewaltbereitschaft der „Reichsbürger“. Das Bundesamt fordere in diesem Zusammenhang, dass Polizeibehörden leichter Auskünfte aus dem nationalen Waffenregister bekommen sollten, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Bisher darf die Polizei Daten nur bei konkreten Ermittlungen und vor einer konkreten Maßnahme abfragen. Bei „Reichsbürgern“ soll ihr das auch zur Abwehr abstrakter Gefahren möglich sein.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat seine als respektlos empfundene Bemerkung über Minijobber bedauert.

04.07.2017

Peter Tauber beherrscht die Kunst der rhetorischen Spitzen. Auf Twitter pflaumte er nun einen Nutzer an, der hätte nur eine vernünftige Ausbildung machen müssen, um nicht mit drei Minijobs über die Runden kommen zu müssen. Auf den CDU-Generalsekretär prasselte dafür ein Shitstorm ein.

04.07.2017

Sicherheitsbehörden verzeichnen immer mehr Salafisten in Deutschland und halten neue islamistische Anschläge für möglich.

04.07.2017
Anzeige