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Wikileaks: Assange hat keinen Internet-Zugang mehr

Nicht mehr online Wikileaks: Assange hat keinen Internet-Zugang mehr

Seit über vier Jahren lebt Julian Assange in London auf engem Raum in der Botschaft Ecuadors. Jetzt hat der Wikileaks-Gründer der Enthüllungsplattform zufolge kein Internet mehr - inmitten von Veröffentlichungen zum US-Wahlkampf. Die Hintergründe bleiben unklar.

London. Wikileaks-Gründer Julian Assange hat nach Angaben der Enthüllungs-Plattform keinen Internet-Zugang mehr. Ecuador habe Assange, der Asyl in der Londoner Botschaft des Landes fand, am Samstag die Leitung gekappt, schrieb Wikileaks bei Twitter.

Details - etwa zu einer möglichen Begründung - gab es nicht. Ecuadorianische Regierungskreise wollten sich dazu im Gespräch mit der britischen Agentur PA nicht äußern. „Ecuador wird Julian Assange weiter schützen und das 2012 gewährte politische Asyl aufrechterhalten“, hieß es lediglich.

Am Wochenende hatten Nachrichten vom Twitter-Account von Wikileaks, die wie Entschlüsselungs-Codes aussahen, kurzfristig Spekulationen über einen möglichen Tod von Assange ausgelöst. Die Twitter-Nachrichten wurden dabei als eine „Lebensversicherung“ für den Zugang zu Unterlagen interpretiert. Ähnliche Vermutungen hatte es auch gegeben, als vom Twitter-Profil des NSA-Enthüllers Edward Snowden eine Abfolge von Zahlen und Buchstaben gesendet worden war.

Wikileaks veröffentlicht gerade E-Mails, die von Hackern beim Parteivorstand der US-Demokraten erbeutet wurden. Einige der Enthüllungen könnten Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton schaden. Hinter dem Angriff werden in den USA Hacker mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst vermutet. Die Veröffentlichung gingen am Montag weiter. Assange wies die Vorwürfe zurück, mit Moskau gemeinsame Sache zu machen und Clintons Rivalen Donald Trump zu helfen.

Assange lebt seit über vier Jahren in der Botschaft Ecuadors in London. Er will sich einer Auslieferung nach Schweden entziehen, wo ihm sexuelle Vergehen vorgeworfen werden. Assange und seine Unterstützer erklären aber, es sei zu befürchten, dass er von Stockholm an die USA weitergereicht werden könne. Die Internet-Verbindung nutzte er unter anderem für Auftritte auf Konferenzen.

dpa

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