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Politik im Rest der Welt Wirbel um Datenleck bei Kassen
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18:12 12.03.2016

Bei mehreren gesetzlichen Krankenkassen können nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ mit geringem Aufwand sensible Gesundheitsdaten von Versicherten herausgefunden werden. Unbefugte könnten sich durch das Vortäuschen einer Identität mit wenigen Telefonaten und Mausklicks Details zu Arztbehandlungen, Diagnosen oder verordneten Arzneien von Patienten verschaffen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende Zeitung. Die Barmer GEK wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem konstruierten „vermeintlichen Datenskandal“.

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff kündigte gleichwohl an, das Authentifizierungsverfahren bei telefonischen Kundenkontakten der Krankenkassen grundsätzlich zu überprüfen. Es müsse „bestmöglich“ verhindert werden, dass Dritte durch Vortäuschung einer falschen Identität an sensible Gesundheitsdaten gelangen, sagte sie dem Blatt. Beim Bundesversicherungsamt, der Aufsicht der Kassen, werde sie anregen, das Thema ebenfalls zu untersuchen. Der Zeitung war es nach eigenen Angaben gelungen, gegenüber der Barmer GEK die Identität eines Versicherten anzunehmen und sich über einen Online-Zugang der Kasse in dessen Patientendaten einzuloggen.

Derselbe Nachweise über mangelnde Sicherheit liege für drei weitere Kassen vor, darunter die AOK, so die Zeitung. Die Barmer GEK bezeichnete das Vorgehen des Blattes als „simulierten Diebstahl einer Versichertenkarte, gegen den sich keine Institution wehren kann“.

LN

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