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Politik im Rest der Welt Wird Frankreichs Rechte heute gestoppt?
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21:15 12.12.2015

. Nach ihren spektakulären Erfolgen in der ersten Runde der Regionalwahlen schlägt für den rechtsextremen Front National (FN) heute die Stunde der Wahrheit. Nach Umfragen bleibt die Partei von Marine Le Pen zwar stark, kann aber keine Region für sich gewinnen. Unter weiter enormen Sicherheitsvorkehrungen nach den Terroranschlägen sind mehr als 44 Millionen Franzosen zur Wahl in den neu gebildeten Regionen aufgerufen. Die Regionalwahlen sind die letzte landesweite Entscheidung vor der Präsidentschaftswahl 2017.

Der sozialistische Regierungschef Manuel Valls warnte kurz vor der Entscheidung vor möglichen Folgen für Frankreich. Die Rechtsextremen wollten eine Spaltung des Landes. „Diese Spaltung kann letztlich zu einem Bürgerkrieg führen“, sagte Valls auf France Inter.

Vor einem Erstarken der Front National warnte auch der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Die Franzosen hätten eine „riesige Verantwortung“ zu verhindern, „dass Europa in eine Tendenz verfällt, wo der Nationalismus wieder Trumpf ist und alles, was europäisch ist, in die Brüche geht“.

In der ersten Runde der Regionalwahlen hatte der FN mit 27,7 Prozent sein bisher bestes Ergebnis erzielt — vor den Konservativen um Ex-Präsident Nicolas Sarkozy (26,7 Prozent) und dem Bündnis der regierenden Sozialisten von Staatschef François Hollande (23,1 Prozent). In 6 der 17 Regionen lagen die Rechtsextremen vorn.

Dies dürfte sich diesmal ändern, weil die Sozialisten aussichtslose Kandidaten zurückgezogen haben, um den Rechtsextremen den Weg an die Spitze zu verbauen. In anderen Regionen machen Sozialisten, die von Grünen und anderen Linksparteien unterstützt werden, und der bürgerliche Block unter den Republikanern Sarkozys laut Umfragen das Rennen jeweils unter sich aus. Viele Franzosen wählen in neu zugeschnittenen Regionen. Nach einer Reform ist das Land nun in 13 statt 22 Regionen aufgeteilt.

LN

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