Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Zahl der Asylanträge in OECD auf neuem Höchststand
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Zahl der Asylanträge in OECD auf neuem Höchststand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:06 19.09.2016
Anzeige
Berlin/Paris

Die Zahl der Asylbewerber in den 35 Mitgliedstaaten der OECD hat im Vorjahr mit 1,65 Millionen den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht.

Jeder vierte Antrag sei in Deutschland gestellt worden, heißt es in dem heute vorgestellten Migrationsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Gemessen an der Bevölkerung haben nur Schweden und Österreich noch mehr Asylbewerber aufgenommen als Deutschland.

Im ersten Halbjahr 2016 setzte sich der Trend fort. 750 000 Asylanträge wurden in der gesamten OECD gestellt, mehr als die Hälfte davon in Deutschland

Asylbewerber machen aber nur ein Drittel der Migranten im OECD-Raum aus. Die Zahl der Zuzüge in die Mitgliedstaaten stieg 2015 um zehn Prozent auf 4,8 Millionen. Das ist der höchste Stand der letzten zehn Jahre. Hier liegt Deutschland hinter den USA auf Platz zwei.

Der OECD gehören entwickelte Industrieländer von Neuseeland über Deutschland bis Mexiko an. Die Organisation rief die Regierungen der Mitgliedstaaten auf, Vorbehalten gegen Einwanderer entgegenzutreten. „Zu viele Menschen in zu vielen Ländern verlieren das Vertrauen in die Art und Weise, wie wir Zuwanderung managen, und die Flüchtlingskrise hat das noch verschlimmert“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria in New York. „Die OECD-Analyse verdeutlicht, dass Einwanderung mittel- und langfristig positiv für öffentliche Finanzen, Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt ist.“

Die Regierungen müssten die Vorteile der Migration besser erklären, forderte Gurria. Zudem müssten die Integrationsmaßnahmen verbessert werden, damit die Zuwanderer einen größeren Beitrag zur positiven Entwicklung ihrer Zielländer leisten könnten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Wahldesaster der Volksparteien in Berlin hinterlässt schmerzliche Spuren. Wer trägt die Schuld am Abgesang von CDU und SPD? Unionschefin Angela Merkel überrascht mit einer erstaunlichen Erklärung.

19.09.2016

Im SPD-internen Streit über Ceta haben sich Befürworter und Gegner des EU-Kanada-Freihandelsabkommens angenähert.

19.09.2016

Kanzlerin Angela Merkel hat eingeräumt, dass der Flüchtlingszuzug nach Deutschland im vergangnen Jahr vorübergehend außer Kontrolle geraten ist.

19.09.2016
Anzeige