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Politik im Rest der Welt Zeitung: Steinbrück-Erpresser ist Ex-Vorstandsmitglied der Post
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Zeitung: Steinbrück-Erpresser ist Ex-Vorstandsmitglied der Post
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18:24 14.09.2013

Der Erpresser von SPD- Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ ein früheres Vorstandsmitglied der Deutschen Post. Der Manager will den Drohbrief vor allem aus Empörung über Äußerungen Steinbrücks über die Ausbeutung von Geringverdienern geschrieben haben. Das habe der Mann bei der Bonner Staatsanwaltschaft erklärt, berichtete die Zeitung gestern. In dem Brief war Steinbrück mit Enthüllungen über eine angeblich schwarz beschäftigte Putzfrau gedroht worden.

Die Bonner Staatsanwaltschaft wollte sich gestern nicht zu dem Bericht äußern. „Dazu gebe ich keinen Kommentar ab“, sagte Behördensprecher Fred Apostel. Steinbrück sagte am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in Aachen: „Das liegt bei der Staatsanwaltschaft und ich habe nicht die Absicht, in laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft etwas zu kommentieren.“

Der Verfasser des an Steinbrücks Ehefrau Gertrud adressierten Briefs hatte sich am vergangenen Montag bei der Staatsanwaltschaft gemeldet. Seine Angaben würden derzeit in „tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht“ geprüft, sagte Apostel. Die Ermittlungen dauerten wohl noch einige Wochen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Nötigung.

Der Erpresser warf Steinbrück und seiner Frau in einem Brief vor, vor 14 Jahren eine Putzfrau illegal beschäftigt zu haben. Er drohte damit, dies öffentlich zu machen, falls Steinbrück nicht auf seine Kandidatur verzichte. Laut der „Süddeutschen Zeitung“ ist die Frau, die bei den Steinbrücks schwarz gearbeitet haben soll, heute als Haushaltshilfe für den Erpresser tätig.

Steinbrück bestritt die anonymen Anschuldigungen. Er machte den Erpressungsversuch selbst publik und stellte Anzeige gegen Unbekannt. Bei der Staatsanwaltschaft gab der Verfasser des Drohbriefes an, das Schreiben versehentlich abgeschickt zu haben. Er habe den Brief aus einer momentanen Verärgerung geschrieben, aber zunächst nicht eingeworfen. Aus Versehen sei das Schreiben dann mit weiteren Briefen doch in die Post geraten.

LN

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