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Nachrichten Seite Drei Akteure der Krise
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09:38 05.07.2013
Unterstützer der Muslimbrüder stießen in den letzten Monaten immer wieder mit ihren politischen Gegnern zusammen.  Quelle: dpa
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Hintergrund

Das Militär kontrolliert bis zu 40 Prozent der ägyptischen Wirtschaft. Es sieht sich weniger in einer politischen Rolle und mehr als eine Art Schutzmacht, die den Staat vor einem Kollaps bewahrt. Die Generäle herrschen im Land, ohne zu regieren.

Die Muslimbruderschaft war vor dem Sturz des Mubarak-Regimes offiziell verboten, wurde aber inoffiziell geduldet. Sie ist die am besten organisierte politische Bewegung Ägyptens. Ihre „Partei für Freiheit und Gerechtigkeit“ erhielt bei der Parlamentswahl die meisten Stimmen und stützte Mursi.

Die Salafisten sind radikaler als die Muslimbrüder. Mursi war ihnen nicht konsequent genug, daher stellten sie sich zuletzt gegen ihn.

Das Bündnis der Opposititonellen ist ein Sammelbecken, zu dem die Jugendbewegung und Ex-Präsidentschaftsbewerber zählen. Die jüngsten Massenproteste wurden angefacht durch die Bewegung „Tamarud“ (Rebellion).

Vertreter des alten Mubarak-Systems werden in Ägypten „Fulul“ genannt, Überreste. Ihr wichtigster Vertreter ist der ehemalige Präsidentschaftskandidat Ahmed Schafik.

Al-Azhar ist eine Institution mit Moschee und Universität und die wichtigste Stätte für die Gelehrten des sunnitischen Islam. Das Institut bekam zwar dank der Muslimbrüder mehr Einfluss, billigte aber nun deren Entmachtung.

LN

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