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Seite Drei DREI FRAGEN AN...
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02:24 03.11.2013
...Regisseur Michael Noer (34).
Lübeck

1 Herr Noer, der Nordwesten von Kopenhagen ist eine ausgesprochen raue Gegend. Hatten Sie Probleme, in diesem Umfeld einen Film zu drehen? Die Gegend ist rau, das stimmt, aber wir hatten keine Probleme. Mein letzter Film spielte in einem Gefängnis, und dort haben wir Kontakte geknüpft, die uns dann in Kopenhagen-Nordwest viele Türen geöffnet haben. Viele der harten Jungs dort hatten den Gefängnisfilm gesehen und für authentisch gehalten, das hat uns geholfen.

2Die kriminelle Szene, die Sie in Ihrem Film darstellen, ist von äußerster Brutalität geprägt. Sie umfasst junge Straftäter und Möchtegern-Gangster ebenso wie etablierte Mitglieder der großen Gangs. Ist das realistisch? Früher gab es eine scharfe Trennung zwischen den jugendlichen Kriminellen und der Organisierten Kriminalität, das hat sich in den letzten Jahren geändert. Was wir zeigen wollten, ist der Übergang vom kleinen Gelegenheits-Einbrecher zum richtigen Gangster. Und das konnten wir am besten mit Leuten aus diesem Viertel und aus dieser Szene. Die einzige gelernte Schauspielerin im ganzen Film ist die Darstellerin der Mutter der Protagonisten.

3 Was ist Ihr nächstes Projekt? Es wird ein Film, der in einem Altenheim spielt. Aber wir drehen kein Sozialdrama, sondern einen Thriller. Die Dreharbeiten beginnen im April, und ich bin selbst sehr gespannt, was letztlich daraus wird. Es ist ein sehr spannendes Projekt.

Interview: Jürgen Feldhoff

LN

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