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„Das rote Sofa? Steinhart!“

Lübeck „Das rote Sofa? Steinhart!“

Hamburg. Verabredung zum Interview mit dem Moderatoren-Team der Talksendung „DAS!“.

Lübeck. Hamburg. Verabredung zum Interview mit dem Moderatoren-Team der Talksendung „DAS!“. Auf dem roten Sofa, das in diesem Fall ein schwarzes ist, haben Platz genommen:

Hinnerk Baumgarten, Bettina Tietjen, Inka Schneider; alle reden durcheinander, was gut für die Stimmung ist, aber schlecht fürs Gespräch, und viel Zeit ist auch nicht, also zack, zack, zack.

Ergänzen Sie bitte den Satz: NDR ohne rotes Sofa ist wie. . .

Hinnerk Baumgarten: . . Bier ohne Alkohol.

Bettina Tietjen: . . . Hamburg ohne Michel.

Inka Schneider: . . . wie Chili ohne Schärfe.

Gibt es eine Regel, wie man am besten auf dem Sofa sitzt?

Tietjen: Ich habe ja immer meinen Königin-Mutter-Sitz. Erika Berger hat mir das irgendwann freundlicherweise mal gezeigt: Sie müssen, hat sie gesagt, die Beine halbschräg ganz parallel aufeinander legen, dann sehen die am allerlängsten aus.

Baumgarten: Echt? Dann ist die Hüfte doch ganz überdreht.

Tietjen: Wieso das denn?

Schneider: Geht es euch auch so, dass Zuschauer, die einen auf der Straße treffen, sagen: Sie sind in echt ja viel schmaler und größer?

Tietjen: Ja. Und viel jünger, viel schlanker.

Schneider: Anscheinend wirke ich im Fernsehen wie ein kleiner, dicker Moppel.

Baumgarten: Das liegt am Format. Die haben bestimmt noch die alten Fernseher.

Tietjen: Ganz schlimm finde ich die seitliche Kameraeinstellung.

Seitliche Kameraeinstellung?

Tietjen: Weil man dann so dick aussieht. Wenn die Kamera um einen herumfährt, ist der Moderator seitlich im Vordergrund zu sehen. Der Gast wirkt klein und zierlich und der Moderator daneben wie ein Riesenkoloss.

Baumgarten: Ich erinnere mich noch an Uwe Ochsenknecht. Der rief immer: Nicht von hinten. Nicht von hinten! Wegen der Haare. Also der fehlenden Haare.

Wie komfortabel ist denn das Sofa?

Schneider: Steinhart.

Tietjen: Es hat eine total gerade Rückenlehne, was aber gut ist. Da sitzt man ganz aufrecht.

Baumgarten: Also ich bin ganz froh, dass es jetzt kleine Kissen gibt.

Warum ist das Sofa rot?

Tietjen: Warum es rot ist, weiß ich nicht, ich glaube, es ist reiner Zufall. Aber damals, in den Anfangstagen, wurde ein Möbel gesucht, das irgendwie besonders ist. Ein Designer wurde beauftragt, und als es dann da war, kam die Formulierung auf: Die Sendung mit dem roten Sofa. Aber es war noch nicht Markenzeichen. Erst nach und nach hat es sich dann etabliert.

Schneider: Viele Leute fragen auch, was heißt denn „DAS!“?

Und was heißt das?

Baumgarten: Heute würde man vielleicht sagen: DAS! rote Sofa.

Tietjen: Ursprünglich stand es für: DAS! Abendstudio. Direkt. Aktuell. Schnell.

Wann ist eine Sendung eine gute Sendung?

Tietjen: Wenn sie nicht erwartbar ist. Wenn etwas passiert, worauf man nicht vorbereitet ist. Momente, in denen ich denke: Mensch, nach 23 Jahren Routine kann noch so ein Knaller passieren.

Mich interessiert am allermeisten, wie Menschen aufeinander reagieren. Wie reden die miteinander? Mögen die sich? Haben die einen Draht? Haben die Spaß? Oder liegt da Spannung in der Luft?

Apropos. Wie geht es eigentlich Frau Riemann?

Baumgarten: Die ist herzlich und jeder Zeit wieder eingeladen. Dann kann man über alles reden. Aber ehrlich: Das ist doch gerade das Faszinierende an einer Live-Sendung. Da passiert eben so was mal! Alle erinnern sich an Katja Riemann und Jenny Elvers auf dem roten Sofa.

Schneider: Wir sind es ja gewohnt, dass sich Gäste so benehmen, wie man sich üblicherweise benimmt. Katja Riemann hat nun mal anders reagiert, sie war an dem Tag patzig. Das kennen wir ja nicht von Gästen im Fernsehen. Aber genau das ist eigentlich toll. Dass mal jemand aus dem Rahmen fällt, mal nicht das erwartete Programm bringt.

Dann war das im Prinzip eine gelungene Sendung?

Baumgarten: Absolut. Es geht ja auch darum, dass man bei einem Gespräch den Menschen dahinter kennen lernt. Und ich denke, in dem Fall hat das funktioniert.

Interview: Marion Hahnfeldt

LN

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