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Ein Kunsthändler im Zwielicht

Porträt Ein Kunsthändler im Zwielicht

Cornelius Gurlitt (79) driftete in seiner Wohnung inmitten verschollen geglaubter Werke der klassischen Moderne der Verwahrlosung entgegen. Zusammengetragen hatte den Schatz sein Vater Hildebrand, Sohn eines Architekten und Professors für Baugeschichte aus Dresden — und ein Mann im Zwielicht.

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In diesem Haus wurden die Kunstwerke gefunden, die einen Wert von einer Milliarde Euro haben sollen.

Quelle: AFP

Berlin. 1895 geboren, leitet er ab 1925 das König-Albert-Museum in Zwickau. Er habe dort eine „weitsichtige Arbeit für die modernen Künste“ geleistet, bescheinigt ihm das Museum heute. Er kauft und zeigt Werke von Kollwitz und Nolde, von Kandinsky bis Klee, mit Barlach und vielen anderen Künstlern ist er befreundet. 1930 wird er entlassen und leitet den Kunstverein Hamburg, bis die Nazis an die Macht kommen und der Sohn einer jüdischen Großmutter gehen muss.

Er verlegt sich in Hamburg auf den Kunsthandel und zählt 1938 trotz seiner Einstufung als „Vierteljude“ neben Bernhard A. Böhmer aus Güstrow zu den vier Kunsthändlern, die von den Nazis mit dem Verkauf beschlagnahmter Werke ins Ausland beauftragt werden. 1943 wird er in Paris zum akkreditierten Ankäufer bestellt.

Der Erlös aus der „Kunstverwertung“ sei aber nicht sehr groß gewesen, erklärt Wolfgang Wittrock, Initiator der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Freien Universität Berlin. Von dem Geld habe man „lediglich zwei Panzer“ kaufen können. Außerdem, so die Forscher, seien die Werke entgegen dem Auftrag auch im Inland verkauft worden, einige Werke hätten die Händler selbst behalten.

Nach dem Krieg wird Gurlitt entnazifiziert, arbeitet in Düsseldorf und stirbt 1956 bei einem Unfall. Von etwa jedem zweiten der 21 000 als „entartet“ beschlagnahmten Kunstwerke hat die Forschungsstelle in Berlin die Herkunft klären können. Sie ist durch die Expertin Meike Hoffmann auch jetzt in die Aufarbeitung der Gurlitt-Funde eingebunden.  

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