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„Ein Tag, an den ich mich genau erinnere“

Lübeck „Ein Tag, an den ich mich genau erinnere“

Niemand kann diese Bilder vergessen. Lübecker erzählen, wie sie den 11. September in Erinnerung haben.

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Unfassbar: Ein Turm des World Trade Centers in New York stürzt nach dem Anschlag ein.

Quelle: Fotos: Dpa, W. Maxwitat (6)

Lübeck. Es war ein Tag, der die Welt veränderte. Niemand hatte zuvor solche Bilder gesehen: Zwei Flugzeuge, die nacheinander in die Türme des World Trade Centers in New York rasten, Menschen, die aus dem brennenden Gebäude in den sicheren Tod sprangen. Apokalyptische Szenen in einer Weltstadt, deren Bürger sich bis dahin sicher geglaubt hatten. Es war eine zuvor unbekannte Dimension des Terrors, die viele schon damals eine neue Form von Krieg nannten.

 

LN-Bild

„Ich sah es im Fernsehen und dachte: Das kann nicht angehen. Wie verrückt ist diese Welt geworden?“ Jürgen Raygrotzki (60), Beamter

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„Meine Mutter schrie aus dem Schlafzimmer: ,Die Türme sind eingestürzt!’ Ich rannte hin. Unvorstellbar.“ Carsten Schulze (31), Altenpfleger

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„Ich war 14 Jahre alt und saß vor dem Fernseher. Erst dachte ich, es wäre ein Kino-Thriller.“ Thora Mildner (29), Lübeck

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„Die Patienten erzählten mir, was los war und weinten. Ich hatte danach Angst, in den Urlaub zu fliegen.“ Gerlinde Haschke (67), Klinikschwester

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„Es waren verstörende Aufnahmen. Ich war skeptisch, ob alles stimmt, was berichtet wurde.“ Katja Maria Thomas (51), Buchhändlerin

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„Ich war entsetzt, als ich die Bilder sah. Dass die Türme ganz einstürzen würden, hätte ich nie geglaubt.“ Jürgen Stamer (76), Rentner

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„Ich war 14 Jahre alt und saß vor dem Fernseher. Erst dachte ich, es wäre ein Kino-Thriller.“ Thora Mildner (29), Lübeck

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„Meine Mutter schrie aus dem Schlafzimmer: ,Die Türme sind eingestürzt!’ Ich rannte hin. Unvorstellbar.“ Carsten Schulze (31), Altenpfleger

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„Ich sah es im Fernsehen und dachte: Das kann nicht angehen. Wie verrückt ist diese Welt geworden?“ Jürgen Raygrotzki (60), Beamter

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„Die Patienten erzählten mir, was los war und weinten. Ich hatte danach Angst, in den Urlaub zu fliegen.“ Gerlinde Haschke (67), Klinikschwester

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„Es waren verstörende Aufnahmen. Ich war skeptisch, ob alles stimmt, was berichtet wurde.“ Katja Maria Thomas (51), Buchhändlerin

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„Ich war entsetzt, als ich die Bilder sah. Dass die Türme ganz einstürzen würden, hätte ich nie geglaubt.“ Jürgen Stamer (76), Rentner

„Der 11. September 2001 ist ein Tag, an den ich mich noch genau erinnere.“ Lübecks Theaterdirektor Christian Schwandt, damals Wirtschaftsprüfer in der Werft in Wolgast (Vorpommern), hörte von dem Anschlag im Autoradio. „Es war mir eigentlich sofort klar, dass in New York etwas passiert, das unsere Zukunft wesentlich prägt.“

Brandamtsrat Matthias Schäfer aus Lübeck kam gerade von einem Einsatz zurück und sah die Kollegen vor dem Fernseher sitzen. Bei den schrecklichen Bildern beobachtete er auch die New Yorker Feuerwehrleute, die am Einsatzort ankamen und sich dem Gebäude näherten. Sie taten ihm leid. „Die Lage war so unübersichtlich, dass sie niemand überblicken konnte.“ Schäfer sagt, sein Job sei es, die Brandschutzsicherheit von Gebäuden zu planen. „Ich dachte nur: Mein Gott! So etwas kann man nicht planen.“

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), damals Konzernpressesprecher der Dresdner Bank AG in Frankfurt am Main, war im Büro: „Gerade erst aus New York zurück, wo ich die Kollegen getroffen hatte, die ganz in der Nähe der Twin-Towers arbeiteten.“ Erst habe er nicht glauben können, dass das wirklich passierte, was er auf dem Bildschirm sah. „Ich dachte, das sei ein Film, eine Simulation. Erst sehr langsam begriff ich, dass dies Wirklichkeit war. Ein unfassbar grausames Attentat, ein unglaublich feiger Angriff auf unsere Freiheit.“ Zugleich habe er sich Sorgen gemacht. „Es war eine schrecklich lange Zeit der Ungewissheit, wie es den Menschen ging, mit denen Du gestern noch gesprochen hattest.“

Der Lübecker Unternehmer Max Schön, heute Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Possehl-Stiftung, befand sich zur Zeit der Anschläge im Zug von Lübeck nach Berlin. Das Ausmaß der Katastrophe sei ihm erst nach und nach klar geworden: „Die Mobilverbindung war schlecht. Ein Schaffner gab vereinzelte Informationen an die Fahrgäste weiter, Telefonverbindungen wurden unterbrochen. Ein Gedanke war:

,Wer macht so etwas Furchtbares?’“Das Symposium, zu dem er unterwegs war, wurde abgesagt und eine Gedenkminute eingelegt. Die anwesenden Wirtschaftswissenschaftler und Unternehmer überblickten zu diesem Zeitpunkt die wirtschaftlichen Konsequenzen nicht, sagt Max Schön. Die Tragödie von New York sollte schon bald Auswirkungen auf die Zukunft der ganzen Welt haben.

Terror in New York: Schwarze Stunden für die USA

Das Grauen am 11. September 2001 begann mit der Entführung von vier Passagierflugzeugen. Bei dem Terror-Anschlag vor 15 Jahren starben rund 3000 Menschen. Der Ablauf der Ereignisse (New Yorker Ortszeit):

8.46 Uhr: Ein Flugzeug rast in den nördlichen der beiden Türme des New Yorker World Trade Centers. Augenzeugen glauben erst an ein Unglück.

9.03 Uhr: Ein zweiter Jet fliegt in den Südturm.

9.05 Uhr: US-Präsident George W. Bush wird beim Besuch einer Grundschule in Sarasota (Florida) informiert. Stabschef Andrew Card flüstert ihm zu: „Amerika wird angegriffen.“

9.37 Uhr: Ein drittes Flugzeug rast ins Pentagon. Ein Teil des US-Verteidigungsministeriums wird verwüstet. Das Weiße Haus, weitere Ministerien und das Kapitol werden evakuiert.

9.55 Uhr: Bush fliegt von Florida mit Ziel Washington ab, ändert aber den Kurs und landet auf der Air-Force-Basis Barksdale im Bundesstaat Louisiana.

9.59 Uhr: Der Südturm des World Trade Centers stürzt ein.

10.03 Uhr: Ein viertes Flugzeug stürzt bei Pittsburgh nach einem Kampf im Cockpit ab. Passagiere hatten sich gegen die Entführer gewehrt. Diese wollten offenbar Kurs auf das Weiße Haus nehmen.

10.28 Uhr: Der zweite, nördliche Zwillingsturm stürzt ein.

12.16 Uhr: Die Bundesflugbehörde sperrt den Luftraum der USA .

13.04 Uhr: Bush versichert in einer TV-Ansprache, dass alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen seien.

13.27 Uhr: In Washington wird der Notstand ausgerufen.

20.30 Uhr: Der US-Präsident kündigt an, die Täter gnadenlos zu verfolgen: „Wir werden keinen Unterschied machen zwischen denen, die die Attacken ausgeführt haben, und denen, die ihnen Schutz bieten.“

Marcus Stöcklin

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