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Seite Drei Gesunkener Kutter: Ursache weiter unklar
Nachrichten Seite Drei Gesunkener Kutter: Ursache weiter unklar
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18:16 13.02.2016

Nach dem Untergang eines Fischkutters aus Burgstaaken auf Fehmarn in der Ostsee suchen die Ermittler weiter nach der Unglücksursache. Zuletzt hatte die Polizei mitgeteilt, dass das Wrack drei Seemeilen östlich von Fehmarn entdeckt wurde und nun von Tauchern untersucht werde.

„Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern weiter an“, sagte Polizeisprecherin Anett Dittmer den LN. Bevor eine Meldung dazu herausgegeben werde, wie es zu dem Unglück kam, bei dem die beiden Fischer an Bord starben, wolle man sich „ganz sicher sein“. Man müsse sehen, ob es überhaupt erforderlich sei, die Öffentlichkeit noch einmal zu informieren.

Der 52 Jahre alte Kapitän und ein 45 Jahre alter Decksmann waren im kalten Wasser umgekommen. Der Kapitän galt als erfahren, das Schiff war nach Angaben des Hafenmeisters erst kürzlich gewartet worden, und die See war nicht ungewöhnlich rau. Über Funk hätten die Seenotretter keinen Notruf empfangen. Dennoch wurde an dem betreffenden Sonnabend eine groß angelegte Suchaktion gestartet, nachdem der Kutter nicht zurückkehrte. Im Wasser fanden die Einsatzkräfte neben den Leichen Wrackteile, treibende Fischkisten und Tauwerk. Dänische Fischer hatten nach LN-Informationen das Wrack am Dienstag entdeckt, weil sich ihr Schleppnetz daran verfangen hatte.

Bei den Kollegen der beiden verstorbenen Fischer sei die Stimmung nach dem Unglück entsprechend gedrückt, sagte ein Mitarbeiter der Fischereigenossenschaft Fehmarn. Das Interesse zu erfahren, was zu dem Unglück geführt habe, sei groß, erklärte Benjamin Schmöde (32), Mitgeschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Nord- und Ostseefischer/Fischereigenossenschaft Fehmarn. „Wir erwarten, dass es einen entsprechenden Abschlussbericht geben wird, aus dem hervorgeht, ob es ein technischer Fehler war oder vielleicht Sicherheitsvorrichtungen nicht funktioniert haben. Das zu wissen ist wichtig für uns.“

stö

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