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Seite Drei Harte Haftbedingungen für die Aktivisten
Nachrichten Seite Drei Harte Haftbedingungen für die Aktivisten
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23:10 06.11.2013
Kumi Naidoo. Quelle: dpa
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Mainz

„Die Haftbedingungen sind extrem hart“, sagte er. „Es ist eiskalt in Murmansk. Die meisten Gefangenen sitzen 23 Stunden am Tag in Einzelhaft. Eine Stunde täglich dürfen sie sich in einem großen Käfig Bewegung verschaffen.“

Die Zellen seien zu kalt, die Toiletten videoüberwacht und es gebe nicht genügend Trinkwasser. Einige Aktivisten drohten zu verhungern, weil sie das Gefängnisessen — zum Teil aus religiösen Gründen — nicht essen könnten.

Boden und Wände seiner Zelle, ein vier mal fünf Meter großer Raum, seien aus Beton, klagt der Schweizer Aktivist Marco Weber (28). Es gebe „keine Fenster, kein Tageslicht“. „Die Decke ist aus massiven Eisengittern, und Wärter patrouillieren darüber. Der Raum ist dreckig und feucht.“

Ähnlich dramatisch prangerte das seit 2012 nach einer Protestaktion inhaftierte Pussy-Riot-Mitglied Nadeshda Tolokonnikova (23) seine Haftbedingungen an. Sie wurde dafür nun offenbar in ein Straflager nach Sibirien verlegt.

LN

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